Infos zum Film Brokeback Mountain

Background

Eine Welt, in der noch die alten Werte und Traditionen der Cowboys und Siedler herrschen. Vor dem Trailer eines Schafzüchters treffen der Rancher Ennis Del Mar (Heath Ledger) und der Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal) aufeinander. Ihre Gesichter tief unter den Cowboyhüten vergraben, warten die beiden jungen Männer schweigend auf Joe Aguirre (Randy Quaid), um bei ihm anzuheuern. Über die Sommermonate sollen sie auf Brokeback Mountain eine Schafherde vor Wilderern und Raubtieren schützen. Da der offizielle Zeltplatz von den Weidewiesen weit entfernt liegt, bestimmt Aguirre kurzerhand, dass Ennis im Camp bleiben und für die Versorgung zuständig sein soll, während Jack oben die Schafe hütet und nur zum Essen herunterkommen darf.

Bevor es am nächsten Morgen los geht, machen sich Ennis und Jack bei einem Bier in der Bar bekannt. Jack ist der aufgeschlossenere von beiden, und er hat Mühe, aus dem wortkargen Ennis mehr als ein paar genuschelte Silben herauszubekommen. Doch sie verstehen sich auch ohne viel Worte, weil sie beide in ihren jungen Jahren das Leben bereits von der harten Seite kennen gelernt haben. Jack erzählt von seinem Vater, dem er nichts Recht machen kann, und Ennis vom Unfalltod seiner Eltern und der Pfändung der elterlichen Ranch.

Am nächsten Tag führen die beiden die Herde auf ihre Weideplätze in den Bergen und bauen gemeinsam das Camp auf. Beim Essen am Lagerfeuer erwähnt Ennis, dass er im kommenden Jahr vor habe, seine Verlobte Alma zu heiraten. Die Tage gehen ins Land, und bald verflucht Jack Aguirres Verbote und den immer gleichen Bohneneintopf. Auf dem Rückweg von der wöchentlichen Lebensmittelübergabe richtet sich zudem ein Bär bedrohlich vor Ennis und seinen Lasteseln auf. Ennis stürzt vom Pferd, und mit den Eseln sind auch die Nahrungsrationen über alle Berge. Nachdem Ennis die Tiere wieder eingefangen hat, kehrt er spät abends ins Camp zurück, wo Jack ihn bereits ungeduldig erwartet. Als er Ennis’ Kopfwunde sieht, versucht er, sie so gut es geht zu versorgen. Dann schlägt er vor, eins der Schafe zu schießen, um den eintönigen Speiseplan ein wenig aufzulockern. Doch Ennis fürchtet Aguirres Restriktionen. Stattdessen erlegt er am nächsten Tag einen stattlichen Elch und sorgt so für Abwechslung auf dem Speiseplan.

Und das Essen ist nicht das einzige, was Jack stört: Er ist es leid, jeden Tag vier Stunden zwischen der Schafherde und dem Camp zu pendeln. Ennis schlägt daher einen Rollentausch vor. Der Alltag normalisiert sich, und es gibt sogar Kartoffeln aus dem Tal. Als sie abends wieder am Lagerfeuer sitzen und Whiskey trinken, taut Ennis ein wenig auf. Er erzählt, wie ihn sein Bruder und seine Schwester nach dem Tod der Eltern aufgezogen haben und wie für ihn schließlich kein Platz mehr war, als seine Geschwister eigene Familien gründeten. Ennis ist über seinen Redefluss selbst überrascht: Soviel hatte er das ganze letzte Jahr nicht gesprochen.

Als Ennis eines Nachts nach etwas zu viel Whiskey zum Weideplatz aufbrechen will, überredet Jack ihn zu bleiben. Jacks Angebot, im Zelt zu schlafen, lehnt Ennis allerdings entschieden ab. Stattdessen legt er sich mit einer Decke neben die Feuerstelle. Spät nachts wacht Jack auf. Er hört, wie Ennis neben dem erloschenen Feuer friert und holt ihn ins Zelt. Später, im Halbschlaf zieht Jack Ennis ganz nah zu sich heran. Als Ennis Jacks Annäherung bemerkt, springt er erschrocken auf. Für einen kurzen Augenblick sehen sie sich die beiden irritiert an, fallen aber dann leidenschaftlich übereinander her.

Am nächsten Morgen steht Ennis wortlos auf, verlässt das Zelt und reitet davon. Auf dem Weg zur Herde entdeckt er ein totes Schaf, das in der Nacht gerissen wurde. Als er abends zum Camp zurückkehrt, macht er Jack klar, dass der nächtliche Vorfall eine einmalige Sache war. Geht niemanden außer uns was an, entgegnet Jack. Und sie versichern sich gegenseitig, dass sie nicht schwul seien. Doch als es wieder Nacht wird, kriecht Ennis erneut zu Jack ins Zelt, und sie küssen und berühren sich voller Hingabe.

Fernab der rigiden Moralvorstellungen der Landbevölkerung verleben Jack und Ennis glückliche Tage. Doch bald kommt der erste Schnee und Aguirre, der zufällig Augenzeuge einer verdächtig intimen Rauferei der beiden wurde, befiehlt ihnen bereits Mitte August, die Herde ins Tal zu treiben. Als er feststellt, dass sie zu wenig und teils fremde Tiere zurück gebracht haben, äußert er seinen Unmut über die schlecht geleistete Arbeit.

Jack fragt Ennis, ob er nächstes Jahr wieder auf Brokeback Mountain sein wird. Doch der hat andere Pläne: Heiraten und auf einer Ranch im Tal arbeiten. Die beiden verabschieden sich ohne Umarmung, und Jack fährt schließlich in seinen Truck davon. Ennis läuft in entgegensetzter Richtung die Straße entlang, bis er im Schutz einer zurückliegenden Hauswand zusammenbricht und schmerzerfüllt schreit. Ihm ist so elend zumute wie noch nie, und es dauert sehr lange, bis das Gefühl nachläßt.

Im darauffolgenden Dezember heiratet Ennis seine Alma (Michelle Williams) und kommt nach ein paar Gelegenheitsjobs als Pferdetreiber auf der alten Elwood-Hi-Top-Ranch unter. Kurz darauf wird die erste Tochter Alma jr. geboren.

Von all dem erfährt Jack nichts. Und so steht er im nächsten Sommer erneut vor Aguirres Trailer. Auf der Suche nach Arbeit hofft er vor allem, dort Ennis wieder zu treffen. Doch Ennis taucht nicht auf, und Aguirre macht Jack klar, dass er ihn nicht anstellen wird, weil er weiß, wie sich die beiden im vergangenen Jahr oben auf Brokeback Mountain die Zeit vertrieben haben.

Als die Hi-Top-Ranch dicht macht, zieht Ennis mit seiner Familie in eine kleine Wohnung nach Riverton, wo die zweite Tochter zur Welt kommt. Unterdessen hält sich Jack recht erfolglos als Rodeoreiter über Wasser. Auf einem Turnier begegnet er der draufgängerischen Texanerin Lureen (Anne Hathaway), deren Vater erfolgreicher Geschäftsmann ist. Nach dem Turnier fordert sie Jack zum Tanz auf. Auch als sie später auf dem Rücksitz ihres Autos intim werden, geht die Initiative von Lureen aus.

Nur mühsam kann Ennis seine Familie ernähren. Deshalb nimmt Alma einen Job im Supermarkt an, während Ennis in seiner Freizeit daheim auf die Kinder aufpasst. Auch Jack und Lureen haben inzwischen geheiratet und einen kleinen Sohn zur Welt gebracht. Ihnen geht es finanziell gut, doch Lureens wohlhabenden Eltern halten wenig von Jack.

Vier Jahre sind vergangen, seit dem Sommer auf Brokeback Mountain. Vier Jahre, in denen Ennis und Jack keinen Kontakt hatten. Bis Jack eines Tages unvermittelt auf einer Postkarte sein Kommen ankündigt. Voller Ungeduld wartet Ennis auf die Ankunft seines alten Freundes. Als er schließlich einen Truck hört, stürzt er zur Tür hinaus. Eine kleine Ewigkeit stehen sich die beiden gegenüber, dann fallen sie sich in die Arme. Ennis schaut sich vorsichtig um, dann packt er Jack und zerrt ihn hinters Haus, wo sie sich stürmisch küssen. Alma beobachtet die beiden wie unter Schock. Als ihr Ennis erklärt, dass er zusammen mit Jack einen trinken gehen wird und wahrscheinlich nicht nach Hause kommt, lässt sie sich nichts anmerken. Erst als die beiden weg sind, fängt sie an zu weinen.

Statt in der nächsten Bar, landen Ennis und Jack direkt in einem Motelzimmer. Erschöpft und glücklich liegen sie sich in den Armen, als Jack fragt, wie es nun weitergehen soll. Ennis meint, dass sie nichts tun könnten. Sie hätten sich ihr Leben eingerichtet in den letzten Jahren. Nur ein paar Tage in den Bergen sind möglich, zum „Fischen", wie Ennis seiner Frau Alma erklärt. Für kurze Zeit ist es wie früher, Ennis und Jack sind glücklich vereint inmitten der einsamen Bergwelt. Jack meint, so könnte es immer sein. Sie könnten irgendwo eine kleine Ranch haben, Lureens Vater würde ihm sicher das Geld dafür geben, wenn er nur abhaut. Doch Ennis hat Angst, er fürchtet um ihr Leben. Als Kind hat er die brutale Gewalt gegen vermeintlich Homosexuelle kennen gelernt. Für ihn steht fest, dass zwei Männer nicht zusammenleben können. Höchstens hin und wieder irgendwo in der Wildnis heimlich treffen. Denn, so Ennis, was man nicht ändern kann, muss man aushalten. Über die Jahre treffen sie sich regelmäßig in den Bergen. Sie genießen die Abgeschiedenheit und schwelgen in alten Erinnerungen.

Das Klima im Hause Del Mar ist darüber merklich kühler geworden. Alma nutzt jede Gelegenheit, im Supermarkt zu arbeiten, um nicht zu Hause sein zu müssen. Als sie den ehelichen Pflichten nachkommen, will Alma verhüten, weil sie sich, wie sie sagt, kein weiteres Kind leisten können. Für Ennis ist klar: Wenn sie seine Kinder nicht will, wird er sie von nun an ganz in Ruhe lassen.

Am 6. November 1975 wird schließlich die Scheidung vollstreckt und Alma das Sorgerecht für die Kinder zugesprochen. Als Jack die Nachricht erhält, fährt er sofort zu Ennis. Doch seine Hoffnung, dass jetzt der Weg für eine gemeinsame Zukunft frei sein könnte, erfüllt sich nicht. Ennis ist nicht bereit dazu. Auf dem Weg zurück zu seiner Familie bricht Jack verzweifelt in Tränen aus.

Alma zieht indes mit dem Supermarktbesitzer Monroe (Scott Michael Campbell) zusammen. Erst jetzt hat sie die Kraft und den Mut, Ennis mit seiner jahrelangen Lüge zu konfrontieren. Als sie ansetzt, das Unsagbare auszusprechen, droht ihr Ennis Gewalt an. Doch Alma bietet ihm die Stirn. Wutentbrannt stürmt Ennis aus dem Haus. In einer Bar lernt er wenig später die Kellnerin Cassie (Linda Cardellini) kennen, die er sogar seiner inzwischen fast erwachsenen Tochter Alma Jr. (Kate Mara) vorstellt. Aber auch Cassie kann ihm nicht geben, wonach er sich am meisten sehnt. Irgendwann meldet er sich einfach nicht mehr bei ihr. Aus Angst, sein Doppelleben könnte entdeckt werden, zieht er sich immer mehr zurück, wird noch wortkarger als früher.

Bei einem ihrer seltenen Ausflügen in die Wildnis gesteht Jack Ennis, dass er ihn manchmal so sehr vermisst, dass er es kaum aushält. Wenn er nur wüsste, wie er von ihm loskommen könnte. Und auch Ennis lässt seinen Gefühlen endlich einmal freien Lauf und klagt darüber, wie verpfuscht sein Leben eigentlich sei. Er bricht weinend zusammen, Jack nimmt ihn tröstend in die Arme. Doch es wird ihre letzte Umarmung sein. Am nächsten Tag trennen sich ihre Wege. Im nächsten Herbst wollen sie sich wieder treffen. Doch die Postkarte, die Ennis an Jack schickt, kommt als unzustellbar zurück...

 

Stimmen zu Brokeback Mountain

Ang Lee, Regisseur

James Schamus, Produzent

Diana Ossana, Drehbuchautorin u. Produzentin

Michael Costigan, Ausführender Produzent

Heath Ledger, Darsteller „Ennis Del Mar"

Jake Gyllenhaal, Darsteller „Jack Twist"

Michelle Williams, Darstellerin „Alma"

Anne Hathaway, Darstellerin „Lureen Newsome"

Randy Quaid, Darsteller „Joe Aguirre"

MARIT ALLEN, Kostümbildnerin

Judy Becker, Ausstatterin

Joy Ellison, Dialekt-Trainerin

Die Kurzgeschichte „Brokeback Mountain" der Pulitzerpreisträgerin Annie Proulx erschien erstmals 1997 in der Zeitschrift „The New Yorker". Sie gewann damit, neben anderen Auszeichnungen, einen National Magazine Award. Die Geschichte wurde anschließend 1999 in Proulxs Sammelband „Close Range: Wyoming Stories" abgedruckt. Die Drehbuchadaption wurde von Pulitzerpreisträger Larry McMurtry und Diana Ossana umgesetzt.

James Schamus: Larry and Dianas Drehbuch beruht auf einer spärlichen, knappen und intensiven Kurzgeschichte und schafft es, deren Reinheit zu bewahren und zugleich deren Spielraum erheblich zu erweitern – keine einfache Aufgabe.

Michael Costigan: In Hollywood war Larry und Dianas Skript als eins der großen unverfilmten Drehbücher bekannt. Brokeback Mountain es ist ein Film, der richtig gemacht sein muss – oder gar nicht.

Ang Lee: Wenn ein Projekt nicht angsteinflößend oder sensibel genug ist, ist es wahrscheinlich weniger interessant für mich. Nach TIGER & DRAGON fingen wir an, unser nächstes Projekt zu entwickeln und James Schamus erwähnte mir gegenüber, dass er gerade auf dieses interessante Material gestoßen sei. Ich las die Kurzgeschichte. Am Ende hatte ich Tränen in den Augen, und sie ließ mich nicht mehr los. Ich las dann Larry und Dianas Drehbuch und es war eine sehr getreue und großartige Adaption.

James Schamus: In vielerlei Hinsicht ist es ein wahrhaft großer, altmodischer Film über zwei Helden, die gegen alle Widerstände für ihre Liebe kämpfen. Wir haben BROKEBACK MOUNTAIN immer als ein großes amerikanisches Epos gesehen.

Ang Lee: Zwei Jahre später fragte ich James „Was ist mit BROKEBACK MOUNTAIN passiert? Wurde es gedreht?" Er sagte „Wir konnten den Film nicht machen." Zum Glück für mich. Ich sagte „Weißt Du, er hat mich über die Jahre nicht losgelassen. Ich krieg ihn nicht aus meinem Kopf."

James Schamus: Ich habe als Independentproduzent jahrelang versucht, den Film zu machen, aber wir haben von keinem Studio grünes Licht dafür bekommen. Dann bin ich eines Tages aufgewacht und dachte „Hey, ist es nicht David Lindes und mein Job, hier bei Focus Features Projekten grünes Licht zu geben?" Da wusste ich, dass ich in Schwierigkeiten bin!

Ang Lee: James sicherte sich die Rechte und ich stellte sofort Überlegungen zum Film an. Noch bevor ich technisch wusste, dass ich den Film machen konnte, habe ich zugesagt. Ich wusste einfach im Grunde meines Herzens, wenn ich das loslasse, würde ich es für den Rest meines Lebens bereuen. Legendäre Autoren, die noch sehr lebendig sind und noch schreiben – das bedeutet erheblichen Druck. Ich dachte immer „Das wird ihnen nicht gefallen, das schon, das nicht..." Strukturell gesehen war es eine große Herausforderung; es ist eine epische Kurzgeschichte. Aber als Filmemacher erschafft man etwas zeitlich und räumlich Abgeschlossenes – eine eigene Welt.

James Schamus: Eines der großartigen Aspekte, die Ang zur Geschichte beiträgt, ist seine Menschlichkeit und die Aufmerksamkeit, die er jeder einzelnen Figur entgegenbringt. Das ist nicht nur einfach eine Geschichte über unsere zwei Hauptfiguren; es geht auch um ihre Ehefrauen, ihre Kinder, ihr Umfeld.

Ang Lee: Ich beschloss, ein Risiko einzugehen und es mit einer jüngeren Besetzung zu versuchen. Die Geschichte hat ein eine Zeitspanne von 20 Jahren und es ist nicht so leicht, Jugend herzustellen. Ich entschied mich dafür, Schauspieler Anfang 20 zu besetzen. Die Jungen haben Unschuld und Frische und sie glauben an das, was sie tun. Sie geben sich die Mühe und man muss sie nicht über Gebühr anweisen. Es gibt für einen Filmemacher nichts erfüllenderes als junge Darsteller, die einem zuhören und dann mit großartigen Resultaten aufwarten.

Jake Gyllenhaal: Ich habe mich vor Jahren mit einem anderen Regisseur wegen des Films getroffen. Zu der Zeit war ich noch ein Teenager, ich kam also als möglicher Kandidat nicht wirklich in Frage. Aber ich fühlte sofort zu BROKEBACK MOUNTAIN hingezogen, weil Liebesgeschichten schon lange nicht mehr auf solche Art erzählt wurden. Die Filme, die ich in den letzen Jahren gesehen habe, haben sich immer vor den Kämpfen und Strapazen gedrückt, die man durchstehen muss, um eine Liebe zu erleben und aufrechtzuerhalten. Als ich hörte, dass Ang Lee den Film machen wird, dachte ich „Ich muss bei diesem Film dabei sein."

Diana Ossana: Larry und ich waren sehr von Jakes wandlungsfähigen und intuitiven Darstellungen in THE GOOD GIRL und DONNIE DARKO beeindruckt.

Ang Lee: Ich kannte ihn bereits als großartigen Nachwuchsdarsteller. Ich traf Jake in New York und er sagte „Ich will unbedingt bei diesem Film dabei sein." Er war total motiviert.

Anne Hathaway: Ein befreundeter Schauspieler sagte "Lies das Drehbuch." Ich tat es und es war eine herzzerbrechende und sehr reale Liebesgeschichte. Ich dachte „Ich muss dabei sein." Ich ging zu einem Buchladen und fand "Close Range". Ich las zuerst "Brokeback Mountain" und dann die anderen Geschichten. Annie Proulx offenbarte mir einen Teil der amerikanischen Geschichte, von dem ich gar nicht wusste, dass er existiert. Es gibt eine Zeile in der Kurzgeschichte und auch im Drehbuch. „Wenn du es nicht ändern kannst, musst du es aushalten." Obwohl die Geschichte von Ennis und Jack handelt und sie das beste Beispiel dafür sind, trifft die Zeile doch auf alle Charaktere im Film zu; es ist eine menschliche Wahrheit. Das Drehbuch zeigt, dass es nicht nur dich selbst betrifft, wenn du nicht die Freiheit hast, zu sein wer du bist, sondern auch alle anderen Menschen, die du in dein Leben lässt. Ich wusste das zuerst nicht, aber "Ennis" bedeutet "Insel". Ennis ist ein Mann, der ganz auf sich selbst gestellt ist. Er hat keinen Zugang zu seinen Gefühlen und kann nicht mit dem Menschen zusammensein, den er auf der ganzen Welt am meisten liebt.

Heath Ledger sagte für die Rolle des Ennis Del Mar zu, ohne vorher jemals den Regisseur getroffen oder mit ihm gesprochen zu haben.

Heath Ledger: Ich hatte Vertrauen, weil die Geschichte bei Ang in guten Händen war. Ich liebte das Drehbuch, weil es eine reife und starke, eine so reine und schöne Liebesgeschichte war. Ich hatte zuvor noch nie eine richtige Love Story gedreht und ich bin auch der Meinung, dass in den Geschichten zwischen Jungs und Mädchen nicht mehr viel Geheimnisvolles übrig ist. Es wurde alles schon erzählt und dargestellt.

James Schamus: Heath bringt eine erstaunliche Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke in die Rolle des Ennis ein.

Diana Ossana: Larry und ich hatten uns tatsächlich schon eine Weile Heath in der Rolle vorgestellt. Es ist ein erhebliches Geschenk, ihn in der Rolle zu haben.

Ang Lee: Ich fühle mich sehr glücklich, Heath im Film zu haben. Er ist ein Naturtalent. Er ist koordiniert, er ist sehr engagiert und er ist immer gut vorbereitet. Er steuert akribisch genau auf ein Ziel zu und glaubt fest an das, was er tut. Wir haben darüber gesprochen, dass Ennis nicht viel redet. Tief drin hat er große Angst wegen eines Kindheitstraumas und wegen seiner erwachenden Sexualität, die er in seinem Umfeld nicht ausleben kann. Ennis muss sie durch sein Auftreten und manchmal auch durch Gewalt unterdrücken. Er kann sehr gewalttätig werden, weil er solche Angst hat. Er ist also im Inneren ein ängstliches Kind, das nach außen den coolen Westerntypen spielt. Heath musste nicht nur seinen eigenen Charakter und den des Western stemmen, sondern auch den ganzen Film tragen – und er hat es stark gespielt, ohne es zu übertreiben.

Michael Costigan: Durch die Geschichte und dann durch das Drehbuch bekamen wir großartige Schauspielerinnen für die Nebenrollen. Die weiblichen Figuren haben manchmal Recht und manchmal Unrecht, was zur Komplexität der Geschichte beiträgt.

Michelle Williams: Meine Figur Alma wurde ausgebaut, aber getreu der Vorlage und mit viel Bedacht. Diana war ein toller Führer, wenn man sich mal ein bisschen verloren hatte, weil sie mit diesen Figuren sieben Jahre lang gelebt hatte und sie sehr ernst nimmt – so ernst, als wenn sie echt wären. Sie konnte über sie sprechen, als ob sie sie tatsächlich getroffen hätte.

Diana Ossana: Annis Geschichte zu adaptieren war unglaublich einfach und unglaublich schwierig zugleich. Es war einfach, weil wir mit ihrer Geschichte die Blaupause vor uns hatten – die Handlung selbst, die Charaktere, die bestimmte Art wie sie sprechen, der bestimmte Ort von dem sie kamen und die Landschaft, die sie geprägt hatte. Das Schwierige war, dem allem getreu zu bleiben. Wir haben hauptsächlich die Frauenfiguren ausgebaut, und auch die Geschichten der Männer.

Jake Gyllenhaal: Ich war überrascht, wie ähnlich sich Drehbuch und Kurzgeschichte waren, auch wenn Lureens Geschichte nicht so umfangreich war wie sie jetzt ist.

Anne Hathaway: An einem Tag spielte ich eine Szene, in der Lureen schon ein bisschen älter und langsamer und ihre Stimme etwas tiefer ist. Diana kam auf mich zu und sagte „Weißt du was? Du bist Kristal! Du bist das Mädchen, das in Larry McMurtrys Buchladen in Texas arbeitet. Du bist genau wie sie!" Zu hören, dass ich auf irgendeine Art einer realen Person aus Texas gleiche, gab mir ein gutes Gefühl – ich bin schließlich aus New York.

Ang Lee: Sie ist eine für ihr Alter unglaublich ausgereifte Schauspielerin. Für Lureen ist alles großartig, wenn sie jung ist, aber als sie verbittert, wird ihr Make Up immer dicker und ihre Haare immer höher –und auch lichter. Jedes Mal wenn sie auftaucht, hat sie eine andere Frisur und eine andere Haarfarbe und so stellen wir ihren Charakter dementsprechend dar.

Anne Hathaway: Ich habe es geliebt in den späteren Szenen blonde Haare zu haben. Ich war so begeistert, dass ich Farah Fawcett-mäßig übers ganze Set gelaufen bin. Ich konnte einfach nicht aus der Rolle, wenn ich die Perücke auf hatte und ich konnte nicht aufhören, mit diesem Akzent zu sprechen.

Joy Ellison: Angs Augenmerk für Details ist phänomenal. Immer wieder wandte er sich während des Drehs zu mir um und meinte „Joy, war der Akzent jetzt ein bisschen dick aufgetragen?" Und meistens hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist ein seltenes Privileg, einen Regisseur zu finden, der so viel Wert auf Authentizität legt.

James Schamus: Angs größte Herausforderung in kreativer Hinsicht war, die Balance zu halten zwischen der großen, weitläufigen und epischen Seite der Geschichte und der intensiven und intimen emotionalen Reise, die den Kern des Films bildet. Glücklicherweise hatte er mit diesen Autoren Künstlerkollegen hinter sich, die diesen Balanceakt ebenfalls gemeistert haben.

Anne Hathaway: Mit Ang zu arbeiten ist so ziemlich das Beste, was einem passieren kann. Du betest, dass du ihm das gibst, was er will und dann weißt du, wenn er sagt, die Aufnahme ist im Kasten, dann ist sie im Kasten – und es wird wahrscheinlich eine der besten Leistungen sein, die du jemals abgeliefert hast.

Randy Quaid: Wie alle großen Regisseure ist Ang ein Freund der Schauspieler und er zieht nur die besten Leute an – die besten Maskenbildner, die besten Kostümbildner... In diesem Umfeld willst du einfach dein Bestes geben. Wenn er einmal eine Rolle besetzt hat, lässt er den Schauspieler freie Hand. Wenn er etwas sehen will, das ihm der Schauspieler nicht gegeben hat, bespricht er das und dann probieren wir etwas anderes. Er ist sehr entgegenkommend. Als Schauspieler kann ich etwas von ihm lernen.

Heath Ledger: Wir haben alle Zeit mit Ang verbracht und über die Geschichten unserer Charaktere gesprochen und geprobt. Seine Augenmerk fürs Detail ist mikroskopisch. Ihm entgeht nichts. Er ist ein wunderbarer Filmemacher, der immer genau zu wissen scheint, was er will. Er macht sich eine Geschichte zu Eigen, die er mit Leichtigkeit erzählt.

Anne Hathaway: Er lässt es nicht zu, dass etwas in seinen Filmen nicht wahrhaftig ist. Er versteht wie entscheidend Feinheiten sind. Für mich war das interessant, denn ich komme eigentlich von der Komödie, wo man davonkommt, auch wenn man nicht gerade den wahrhaftigsten Moment im Film hatte. Aber bei dieser Geschichte mussten wir mit großen Gefühlen umgehen und wenn wir dabei über das Ziel hinausgeschossen wären, hätten wir genau das verloren, was wir zu erreichen versuchten.

Jake Gyllenhaal: Dies ist das erste Mal, dass ich eine Figur in einem größeren Zeitrahmen spiele. Ang sagte, dass es dabei nicht nur um die Maske und die Garderobe geht, sondern auch die Stimme, die Bewegungen, das Verhalten – alles zusammen zu einem Ganzen. Durch ihn fühlte ich mich dazu befähigt.

James Schamus: Ang ist zugleich ein Revoluzzer und ein fundierter Konservativer. Er respektiert die Vergangenheit, die Traditionen, die Menschen und gleichzeitig passen seine Heldinnen und Helden, von SINN UND SINNLICHKEIT bis TIGER & DRAGON und jetzt in BROKEBACK MOUNTAIN, nicht in die gesellschaftlichen Kategorien und müssen immer für ihre individuellen Freiheiten kämpfen.

Ang Lee: Zu großen romantischen Geschichten gehören Hindernisse. Ennis und Jack sind im amerikanischen Westen, wo Traditionen und Macho-Werte herrschen. Deshalb müssen sie alles was sie fühlen für sich behalten. Es ist wertvoll und etwas besonderes, das sie nicht artikulieren können. Das finde ich sehr dramatisch.

Diana Ossana: Als Ennis Alma kennen lernt, mag es vielleicht eine körperliche Anziehung gegeben haben, aber auch das Gefühl, dass „dies ist was von mir erwartet wird - heiraten und Kinder kriegen." Ennis kümmert sich um Alma und liebt sie, aber seine Liebe für sie ist ohne Leidenschaft. Sie ist nicht zu vergleichen mit dem, was er für Jack empfindet. Almas Familie kommt aus der unteren Mittelschicht mit den üblichen Erwartungen. Die beiden Männer in der Geschichte haben keinen wirklichen Kontext, um ihre Gefühle füreinander zu verstehen und zu artikulieren. Ich glaube auch, dass Alma der Kontext fehlt, um Ennis und Jacks Beziehung zu begreifen.

Michelle Williams: Anfangs hat Alma genau was sie wollte – was ihr ein ganzes Leben anerzogen wurde zu wollen: Eine Familie, ein Haus, einen Ehemann und Kinder. Als sie ihren Ehemann und Jack zusammen sieht, weiß sie es wahrscheinlich zuerst gar nicht einzuordnen, weil es so außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt. Sie hat zuviel Angst darüber zu sprechen, also behält sie es für sich.

Diana Ossana: Wie Annie in der Kurzgeschichte schreibt: „Langsam begann alles zu bröckeln." Für Alma ist es ein Prozess. Die Kluft zwischen ihr und Ennis wird immer größer.

Jake Gyllenhaal: Zwischen Jack und Lureen ist es wirklich Liebe, denke ich – aber es ist Liebe ohne diese sexuelle Verbindung, es ist eher so etwas wie Freundschaft. Er trifft wahrscheinlich die Entscheidung, mit ihr zusammen zu sein, weil das seine Maske ist, um das zu tun, was die Gesellschaft für das Richtige hält. All die Zeit hat er die schmerzhafte Sehnsucht, mit Ennis zusammen zu sein und ein Leben mit ihm zu führen.

Anne Hathaway: Als sich Jack und Lureen kennen lernen, sind sie jung und finden es aufregend, zusammenzusein. Aber je weiter die Geschichte voranschreitet, haben sie immer weniger gemeinsam. Lureens Ehe mit Jack basiert auf einer Art Liebe, aber nicht Leidenschaft. Es geht nicht so tief wie die Verbindung, die er mit Ennis hat. Mich interessierte es herauszufinden, was das einen Menschen antut, wie es ihn verändert. Als sie jünger ist, ist Lureen frech – ich beschloss, dass sie die Initiative ergreift und ihre Gürtelschnalle öffnet. Später wird sie verbittert. Ich denke, als sie älter wird, weiß sie, dass Jack etwas vor ihr verheimlicht.

Jake Gyllenhaal: Die Identitätsfrage, ob nun sexuell oder eine andere, macht diesen Film so stark. Mein eigener Kampf darum, wer ich bin und wer ich für andere Leute bin und welche Masken ich trage, all das ist hoffentlich mit dieser Figur verwoben.

Ang Lee: Wir alle haben Geheimnisse. Aber wir sind soziale Wesen und wir müssen mit anderen Menschen leben und uns anpassen. Man kann leicht sagen, dass Ennis und Jack eine Lüge gelebt haben, aber sie mussten. Ich glaube nicht, dass sie eine andere Möglichkeit sahen, um als menschliche Wesen zu überleben. Es ist nicht so, als ob sie eine andere Wahl gehabt hätten.

Jake Gyllenhaal: Heath und ich haben uns genug vertraut, um Risiken einzugehen. Es war wundervoll, mit ihm eine Intimität aufzubauen. Er sorgte dafür, dass ich mich wohl fühle. Er sorgte dafür, dass ich präsent sein wollte – und das ist das Beste was man sich von jemandem, mit dem man spielt, wünschen kann.

Heath Ledger: Mit Jake zu arbeiten war großartig, weil er ein sehr mutiger und talentierter Schauspieler ist.

James Schamus: Das Wunder der Performances der Jungs ist, wie sie aufeinander reagieren und im Laufe des Films wachsen. Wir sehen sie über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten altern und wir sehen wie das Gewicht der Erfahrungen sich manchmal auf die leisesten, intimsten Arten anhäuft während sich ihre Beziehung verändert.

Anne Hathaway: Heath und Jack nehmen vielen Leuten das Gewicht von den Schultern. Sie stellen eine Geschichte dar, die die Leute hören sollten. Sie haben sich völlig zurückgenommen und sind zu den Charakteren geworden.

Michelle Williams: Ich ziehe meinen Hut vor beiden. Heath war total unterstützend, selbstlos und hilfsbereit.

Randy Quaid: BROKEBACK MOUNTAIN ist eine mutige Entscheidung für Heath und Jake. Sie befinden sich beide in einer entscheidenden Phase ihrer Karrieren, in der sie sich etablieren. Man muss es ihnen wirklich hoch anrechnen, nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Menschen, diese Rollen angenommen zu haben.

Heath Ledger: Ich hatte Angst als ich eingestiegen bin, aber das war nur ein weiterer Grund es zu tun. Es war berauschend, als ich mich für den Film verpflichtet habe.

Diana Ossana: Michelles hat eine echte Power-Präsenz und sie ist sehr bewegend als Alma. Ich bin seit „Dawson’s Creek" von ihr beeindruckt. Ich dachte, sie bringt ein Gewicht in die Serie, die sonst fehlen würde. Durch das was Michelle in BROKEBACK MOUNTAIN eingebracht hat, denke ich, können wir Almas Dilemma und ihren Verlust sehr viel besser anerkennen.

Heath Ledger: Michelles Fähigkeit, tief in ihre Seele zu tauchen, hat nie aufgehört mich zu verblüffen. Sie ist eine brillante Schauspielerin.

Ang Lee: Ich fuhr nach Texas, um Larry zu besuchen, der so eine Art autoritäre Vaterfigur in dieser Welt ist. Ich hatte das Privileg, von ihm eine Tour zu all den Orten von LAST PICTURE SHOW zu bekommen. Wir fuhren zu der Ranch, in der er aufgewachsen ist. Ich machte Fotos und er erzählte mir vom Westen. Er ließ mich an seinen Erfahrungen teilhaben und versorgte mich mit Büchern für die Ausstattungs-Recherche. Er gab mir auch eine Liste von Orten in Wyoming, die ich besuchen sollte. Ich fuhr also quer durch Wyoming, wo Annie Proulx auch einige Zeit mit mir verbrachte. Die ganze Recherche und der Aufenthalt in Wyoming war wirklich sehr hilfreich für einen Stadtmensch wie mich.

Marit Allen: Ang wollte die Realität der Geschichte, der Orte, der Menschen und ihrer ökonomischen Situation reflektieren. Ang, der Kameramann Rodrigo Prieto und ich selbst, wir alle studierten Richard Avedons Buch „Photographs of the American West". Er machte Fotos in den 1960ern und kehrte 20 Jahren später noch mal an die gleichen Orte zurück. In diesem Buch gibt es eine Fotografie, die wir als Vorlage für Alma nahmen. Michelle Williams verstand es und nahm es sofort begeistert an.

Ang Lee: Rodrigo ist ein großartiger Kameramann. Ich liebe seine Arbeit in den Filmen von Alejandro González Iñárritu, von dessen Crew ich außerdem den Filmkomponisten Gustavo Santaolalla habe. Der Film ist ergreifend und kahl, deshalb brauchten wir hier und da spärliche Musik. Seine passt perfekt. Jedes Mal, wenn wir uns keinen Song leisten konnten, hat er uns einen geschrieben.

Michael Costigan: Judy Becker fand sofort Zugang zu der Geschichte und wollte sie auf eine Art darstellen, die sich möglichst wahrhaftig anfühlte.

Judy Becker: Von Anfang an machte Ang klar, dass er für BROKEBACK MOUNTAIN ein realistische Kulisse haben wollte, damit die Zuschauer den Protagonisten glauben. Aber man muss sich auf eine Art überlegen wie man Realität auf der Leinwand darstellt, die sich von der im echten Leben unterscheidet. Ganz allgemein versuche ich, das die Sets naturalistischer Hintergrund für die Darsteller sind. Das ist einer der Punkte, wo man versuchen muss, die äußere Wirklichkeit in etwas zu verwandeln, das zur Wirklichkeit des Films wird. Es ärgert mich, wenn ich einen historischen Film sehe und es ist ein „Life Magazine" mit John Kennedy auf dem Titel zu sehen – „Hier sind wir, es ist 1962." Als ich anfing, bei Filmproduktionen zu arbeiten und ich meine Crew engagierte, sagte ich ihnen, dass ich subtilere Möglichkeiten finden will, um zu zeigen, in welchem Jahr, in welcher Epoche wir sind. Als ich Ang zum ersten Mal traf, sprachen wir darüber, die Farbpalette in weiten Teilen des Films leicht ausgewaschen und gedämpft halten zu wollten. Brokeback Mountain repräsentiert eine Freiheit, die Ennis und Jack an ihren Wohnorten nicht spüren.

Diana Ossana: Brokeback Mountain ist Ennis und Jacks magischer Ort. Dort verlieben sie sich. Sie kehren niemals dorthin zurück, was vielleicht eine unbewusste Entscheidung der beiden ist – es ist ihr Idyll und sie wollen es nicht zerstören. Es ist wie Jack sagt: „Alles was wir haben, ist Brokeback Mountain."

Ang Lee: Der Kern des Dramas ist, Brokeback Mountain zu finden. Es ist trügerisch und romantisch. Es ist etwas, zu dem man immer wieder zurückkehren will –es aber wahrscheinlich nie wird. Für Ennis und Jack war es ihr Vorgeschmack von Liebe.

Jake Gyllenhaal: Es gibt eine Metapher vom Westen, wonach sich der Westen zu der Zeit vom Alten Westen in den Neuen Westen wandelte. Ang gefiel das und er sagte, Jack repräsentiere den Neuen Westen und Ennis den Alten Westen. Sie sind zwei Menschen, zwei Landschaften.

Ang Lee: Cowboys sind so schüchtern. Sie wissen nicht wohin mit ihren Händen. Sie reden nicht viel. Man kriegt nichts aus ihnen raus. In der ersten Szene, als Ennis und Jack ankommen und nach einem Job suchen, gibt es keinen Dialog. Wir inszenieren, wie sie sich zueinander positionieren und den Platz nutzen – wie sehr sie sich wohlfühlen auf Distanz zueinander.

Joy Ellsion: Ihre Münder sind meistens geschlossen, das passt zu den Charakteren und zur ganzen Atmosphäre des Films, weil es um Menschen geht, die nicht kommunizieren können. Sie leben in einer Zeit, in der in einem anderen Teil des Landes vielleicht gerade die sexuelle Revolution abgehen mag, aber in diesem Teil lebt eine sehr viel konservativere, verschlossenere und unkommunikative Gesellschaft. Es wäre sehr schwierig für diese Leute, offen und über solche Dinge zu sprechen. Ang hat auf all das sehr viel Wert gelegt.

Ang Lee: Dieses Gefühl von Verschlossenheit – Larry hat mir von der nonverbalen Kultur im Westen geschrieben. Ich habe mit SINN UND SINNLICHKEIT einen Film über verbale Kultur gemacht und das hier war auf eine Art schwieriger, denn wenn sie nicht aussprechen, was sie fühlen und nicht vernünftig miteinander reden, wie soll man da ihre Gefühle auf der Leinwand ausdrücken? Man hat die Western-Elemente – die Landschaft, den Himmel und die Tiere, die sie wirklich pflegen.

Heath Ledger: Ich glaube, Ennis bestraft sich selbst für ein unkontrollierbares Bedürfnis – Liebe. Angst ist bei ihm seit frühen Jahren eingebaut, deshalb verabscheut er die Art seiner Liebe. Er ist ein wandelnder Widerspruch.

Diana Ossana: Jack ist der erste Mensch, mit dem Ennis wirklich eine Verbindung eingeht. Zuerst emotional, dann auch körperlich. Es ist das intensivste, was Ennis in seinem jungen Leben jemals passiert ist.

Jake Gyllenhaal: So wie Ang Jack beschreibt und wie er auch in der Kurzgeschichte geschildert ist, ist er viel offener Gefühlen gegenüber – und auch was eine Beziehung angeht. Ennis ist viel zurückgezogener. Für mich gibt sich Jack größte Mühe, an dieser einen Sache festzuhalten, von der er weiß, dass sie echt ist in seinem Leben – seine Liebe zu Ennis. Irgendwo in ihm hat er genug Mut, um zu sagen: „Lass es uns versuchen. Lass es uns riskieren, aber ich brauch dich dazu. Ich schaff es nicht alleine." In jeder Beziehung, denke ich, kommt man an den Punkt, wo man die Frage stellen muss „Bringst du dieses Opfer oder nicht? Und wenn du es nicht tust, werde ich jemand anderen finden, der vielleicht eher bereit dazu ist."

Michael Costigan: Heath und Jake sind außergewöhnliche Darsteller, die wirklich verstanden haben, wer Ennis und Jack waren, ihre Gefühle und ihr Wunsch Liebe zu finden – worum es in der ganzen Geschichte geht.

Die Dreharbeiten begannen in Alberta im Mai 2004. Zu den Drehorten in der Region zählten die Canadian Rockies, Cowley, Fort MacLeod und Calgary. Mitglieder der Calgary Gay Rodeo Association, des schwulen Rodeoverbandes in Calgary, betreuten und berieten die Produktion und treten in mehreren Szenen des Films auf.

Jake Gyllenhaal: Heath konnte schon als kleines Kind reiten und er hat bereits Filme gedreht, in denen er auf einem Pferd reitet. Ich wusste nichts vom Pferdereiten. Ich kam einen Monat vor Drehbeginn hoch, für das sogenannte „Cowboy Training Camp". Auf einen Bullen zu steigen war gar nicht so komisch – ich vertraute darauf, dass mir die Burschen keinen zu wilden Bullen gaben. Ich lernte Pferdereiten, Schafe hüten und wie man diese ganzen Cowboysachen macht.

Ang Lee: Wir hatten kein Glück mit dem Wetter – wir hatten Schneeregen, Hagelschauer und es war immer kalt – und Berge sind auch unkontrollierbar. Logistisch war es eine Zerreißprobe und das Budget war bescheiden – dies war ein Independentfilm und der billigste, den ich seit EAT DRINK MAN WOMAN gedreht habe – aber ausreichend, um meine Visionen umzusetzen. Ich habe den Eindruck, dass ich durch die Arbeit an BROKEBACK MOUNTAIN meine Liebe und mein Vergnügen am Filmemachen wieder neu gelernt habe. Und ich habe auch etwas über mich selbst und meine eigenen Beziehungen gelernt.

James Schamus: Das war wahrscheinlich der angenehmste Filmdreh, den Ang Lee und ich jemals zusammen hatten. Unser Geldmangel war fast proportional umgekehrt zur guten Stimmung in unser Crew und der Besetzung. Alles wurde möglichst einfach gehalten – nicht nur, weil wir kein großes Budget hatten, sondern auch weil künstlerisch alles wahrhaftig, direkt und klar sein musste: Von der Rauheit und der Verletzlichkeit unserer Darsteller bis zur Präsenz der natürlichen Umwelt.

Ang Lee: Wenn man die Kamera aufbaut, stellt man fest, dass man sie ein wenig nach oben drehen muss, weil der Himmel so erhaben ist. Es ist nicht nur die große Landschaft, auch der große Himmel.

Die Dreharbeiten zu BROKEBACK MOUNTAIN wurden im August 2004 abgeschlossen. Die Postproduktion war im Frühjahr 2005 beendet und markierte damit den Höhepunkt der acht Jahre dauernden Reise der Kurzgeschichte auf die große Leinwand.

Judy Becker: In meinem Geist ist BROKEBACK MOUNTAIN wie eine Shakespeare Tragödie. Es drückt so viel aus über die menschliche Natur und das Wesen des Daseins.

Marit Allen: Für mich hat BROKEBACK MOUNTAIN den Look eines klassischen Western. Und der Western ist eine der letzten großen Romanzen – die Einsamkeit und die Kraft dieser Männer, die harte Arbeit und Anstand verkörpern... wir hoffen immer, dass es diese Werte da draußen noch irgendwo gibt.

Ang Lee: Wir kennen den Westen aus dem Kino, als romantisierte Welt von Revolverhelden. Aber vom wahren Westen wissen rund um die Welt wahrscheinlich die wenigsten etwas. Leute wie ich, der ich aus Taiwan komme, außerhalb der USA, denken bei Amerika an New York und an die Westküste. Aber da gibt es noch diesen großen Klumpen ländlichen amerikanischen Lebens, von dem wir nicht wirklich viel wissen. Der Film ist eine Liebesgeschichte zwischen solchen Leuten. Ich finde, die Menschen sollen etwas von dieser Seite Amerikas wissen. Wie jeder haben auch sie ein Herz – nur reden sie nicht zu viel darüber. Man muss schon ein bisschen buddeln, um es zu entdecken und diese Erfahrung zu teilen.

Diana Ossana: BROKEBACK MOUNTAIN ist nicht so sehr ein Western, als vielmehr ein Film über den Westen. Die Medien und die Filmindustrie tendieren dazu, den Western für tot zu erklären. Aber er ist amerikanische Geschichte. Unser Erbe. Deshalb fühlen wir uns bis zum heutigen Tag dem Western verbunden: Die guten sind ergreifende, aus dem Leben gegriffene Geschichten mit rauen, fehlerhaften, menschlichen Charakteren, die meist in einer harten, unversöhnlichen Landschaft agieren.

Jake Gyllenhaal: Ennis und Jack sind zwei Menschen, die tatsächlich Liebe gefunden haben. Wenn man die Liebe gefunden hat, sollte man sie festhalten.

Heath Ledger: BROKEBACK MOUNTAIN ist eine Love Story für diese Generation.

Ang Lee: Es ist vielleicht nur ein frommer Wunsch, aber wenn die Gefühle, die wir darstellen, echt sind, wenn die Schauspieler glauben, dass was sie darstellen, echt wirkt, und das wiederum Gefühle beim Publikum auslöst, können Vorurteile verschwinden, wenn man in die Herzen der Menschen schaut.

BESETZUNG

HEATH LEDGER (Ennis Del Mar)

Heath Ledger ist einer der populärsten Jungschauspieler Hollywoods. Er wurde 1979 in Perth, Australien, geboren und ist dort auch aufgewachsen. Im Alter von 10 Jahren heuerte er bei der örtlichen Theatergruppe an. Während er auf der Bühne spielte, landete er auch erste Rollen in australischen TV-Serien wie „Clowning Away", „Bush Patrol", „Corrigan", „Ship to Shore" und „Home and Away". 1997 wirkte er in der amerikanischen TV-Serie „Roar" mit, die in Queensland, Australien, gedreht wurde. Die Serie bescherte ihm einen amerikanischen Schauspielagenten und Ledger beschloss, in die USA zu gehen. Er kehrte noch einmal nach Australien zurück, um in dem preisgekrönten Gangsterfilm TWO HANDS von Gregor Jordan mitzuspielen. Zurück in Amerika, folgten bald Hauptrollen in vier größeren Produktionen: die erfolgreiche Komödie ZEHN DINGE, DIE ICH AN DIR HASSE an der Seite von Julia Stiles; Roland Emmerichs Blockbuster DER PATRIOT als Mel Gibsons Sohn; Brian Helgelands Kinohit RITTER AUS LEIDENSCHAFT und Marc Fosters Oscar-Gewinner MONSTER’S BALL mit Billy Bob Thornton and Halle Berry.

Zu Ledgers folgenden Filmen zählen das Kostümdrama DIE VIER FEDERN von Shekhar Kapur, Brian Helgelands Horrorfilm SIN EATER – DIE SEELE DES BÖSEN, das Geschichtsdrama GESETZLOS – DIE GESCHICHTE DES NED KELLY (Regie: Gregor Jordan), Catherine Hardwickes Skaterfilm DOGTOWN BOYS und Terry Gilliams Fantasy-Abenteuer THE BROTHERS GRIMM.

Im Januar 2006 ist er in Lasse Hallströms CASANOVA als die legendäre Titelfigur zu sehen. Außerdem kehrte Ledger vor kurzem nach Australien zurück, um in der Independentproduktion CANDY neben Abbie Cornish und Geoffrey Rush mitzuwirken.

Filmografie Heath Ledger (Auswahl)

1999 TWO HANDS (Two Hands)

Regie: Gregor Jordan

10 THINGS I HATE ABOUT YOU

(Zehn Dinge, die ich an dir hasse)

Regie: Gil Junger

2000 THE PATRIOT (DER PATRIOT)

Regie: Roland Emmerich

2001 A KNIGHT’S TALE (Ritter aus Leidenschaft)

Regie: Brian Helgeland

MONSTER’S BALL (Monster’s Ball)

Regie: Marc Foster

2002 THE FOUR FEATHERS (Die vier Federn)

Regie: Shekhar Kapur

2003 NED KELLY (Gesetzlos – Die Geschichte des Ned Kelly)

Regie: Gregor Jordan

THE ORDER (Sin Eater – Die Seele des Bösen)

Regie: Brian Helgeland

2005 LORDS OF DOGTOWN (Dogtown Boys)

Regie: Cathrine Hardwicke

THE BROTHERS GRIMM (The Brothers Grimm)

Regie: Terry Gilliam

CASANOVA (Casanova)

Regie: Lasse Hallström

BROKEBACK MOUNTAIN (Brokeback Mountain)

Regie: Ange Lee

CANDY

Regie: Neil Armfield

JAKE GYLLENHAAL (Jack Twist)

Als einer der vielversprechendsten Jungschauspieler seiner Generation, kann der 1980 in Los Angeles geborene Jake Gyllenhaal bereits eine beeindruckende und vielseitige Reihe von Filmen vorweisen, die Publikum und Kritiker gleichermaßen begeistern.

Ab Anfang Januar ist er in Sam Mendes’ Kriegsfilm JARHEAD neben Jamie Foxx, Peter Sarsgaard und Chris Cooper zu sehen, sowie demnächst in John Maddens Drama PROOF zusammen mit Gwyneth Paltrow und Anthony Hopkins. Sein nächster Film ist David Finchers Thriller ZODIAK, in dem er den Autor Robert Graysmith darstellt, der auch die Vorlage zum Film geschrieben hat. Zu seinen Leinwandkollegen zählen hier Robert Downey, Jr. and Mark Ruffalo.

Gyllenhaal war für einen Independent Spirit Award nominiert für die Darstellung der Titelfigur in Richard Kelleys Kultfilm DONNIE DARKO, einem der meist diskutieren Filme der letzten Jahre. In deutschen Kinos fiel er erstmals in Brad Silberlings Familiendrama MOONLIGHT MILE neben Dustin Hoffman und Susan Sarandon auf. Zu seinen weiteren Filmen zählen Roland Emmerichs Blockbuster THE DAY AFTER TOMORROW, Miguel Artetas THE GOOD GIRL, Nicole Holofceners LOVELY & AMAZING, Blair Hayes’ BUBBLE BOY und Joe Johnstons OCTOBER SKY. Seine frühesten Filmauftritte waren kleine Rollen, etwa in A DANGEROUS WOMAN, bei dem sein Vater Stephen Gyllenhaal Regie führte, und als Billy Crystals Sohn in der Kinokomödie CITY SLICKERS von Ron Underwood. Er war außerdem als Robin Williams Sohn in der hochgelobten Folge "Bop Gun" der NBC-Krimiserie „Homicide: Life on the Street" zu sehen.

2002 gab Gyllenhaal sein Bühnendebüt in Laurence Boswells Londoner Inszenierung des Kenneth Lonergan-Stücks „This is Our Youth". Seine Leistung brachte ihm einen London Evening Standard Theatre Award als bester Newcomer ein.

Filmografie Jake Gyllenhaal (Auswahl)

1991 CITY SLICKERS (City Slickers – Die Großstadthelden)

Regie: Ron Underwood

1993 A DANGEROUS WOMAN (Dangerous Woman)

Regie: Stephen Gyllenhaal

JOSH & S.A.M. (Josh und Sam)

Regie: Billy Weber

1998 HOMEGROWN (Homegrown)

Regie: Stephen Gyllenhaal

1999 OCTOBER SKY (October Sky)

Regie: Brian Helgeland

2001 DONNIE DARKO (Donnie Darko)

Regie: Richard Kelley

2001 BUBBLE BOY (Bubble Boy)

Regie: Blair Hayes

LOVELY & AMAZING

Regie: Nicole Holofcener

2002 THE GOOD GIRL (The Good Girl)

Regie: Miguel Arteta

HIGHWAY

Regie: James Cox

MOONLIGHT MILE (Moonlight Mile – Eine Familiengeschichte)

Regie: Brad Silberling

2004 THE DAY AFTER TOMORROW (The Day After Tomorrow)

Regie: Roland Emmerich

2005 JARHEAD

Regie: Sam Mendes

PROOF

Regie: John Madden

BROKEBACK MOUNTAIN (Brokeback Mountain)

Regie: Ange Lee

2006 ZODIAC

Regie: David Fincher

ANNE HATHAWAY (Lureen Newsome)

Die 1982 in Brooklyn, New York, geborene Anne Hathaway ist eine ausgebildete Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin, die in der Filmbranche als eine der einnehmendsten Talente hervortritt.

In Erinnerung bleibt ihr Auftritt als Prinzessin Mia Thermopolis, neben Julie Andrews, in Gary Marshalls Komödien PLÖTZLICH PRINZESSIN und PLÖTZLICH PRINZESSIN 2, die beide zu Kassenschlagern wurden. Zu Anne Hathaways anderen Filmen gehören Tommy O’Havers Fantasykomödie ELLA ENCHANTED, Douglas McGraths Dickens-Verfilmung NICHOLAS NICKLEBY (für den sie gemeinsam mit ihren Darstellerkollegen vom National Board of Review den Preis als bestes Schauspielensemble erhielt) und Mitch Davis’ Mormonendrama THE OTHER SIDE OF HEAVEN. Vor ihrer Arbeit in Kinoproduktionen machte sie die Filmbranche durch ihre von der Kritik gefeierte Leistung in der TV-Serie „Get Real" auf sich aufmerksam, die in Deutschland unter dem Titel „Sechs unter einem Dach" bei VOX ausgestrahlt wurde.

Noch zu High-School-Zeiten wurde sie für einen Rising Star Award nominiert, den das Paper Mill Playhouse in New Jersey sponsert. Sie studierte am Playhouse Schauspiel und war der erste und einzige Teenager, der jemals für das Intensiv-Training-Programm der preisgekrönten Barrow Group in New York zugelassen wurde. Sie studierte außerdem im Musiktheater-Lehrgang des Collaborative Arts Project (CAP 21), das an die New York University angeschlossen ist. Zusätzlich hat Anne Hathaway am Broadway Dance Theater Tanz studiert, ist eine ausgebildete erste Sopranistin und ist zweimal mit dem All-Eastern High School Honors Chorus in der legendären Carnegie Hall in New York aufgetreten. 2002 erhielt sie den renommierten Clarence Derwent Award für ihre Darstellung in der Aufführung von „Carnivale" der „Encores!"-Reihe des City Centers.

Im Januar 2005 flog sie nach Kambodscha, um an einer Dokumentarfilmproduktion mitzuwirken, die von Angelina Jolie organisiert wurde. Das Projekt platzierte 25 Teilnehmer am einem Tag an verschiedene Orte und jeder dokumentierte per Videokamera sein Umfeld an diesem bestimmten „Moment in Time" (so der Arbeitstitel dieses Dokumentarfilms).

Derzeit steht sie für David Frankels Fashion-Komödie THE DEVIL WEARS PRADA vor der Kamera.

MICHELLE WILLIAMS (Alma)

2004 wurde die 1980 in Montana geborene Michelle Williams mit ihren Schauspielkollegen aus Thomas McCarthys STATION AGENT als herausragendes Ensemble für den Screen Actors Guild Award nominiert. Der Film hatte zuvor den Zuschauerpreis beim Sundance Film Festival und einen BAFTA Award, den Preis der Britischen Film- und Fernsehakademie, gewonnen.

Sie hat vor kurzem die Dreharbeiten an Julian Goldbergers THE HAWK IS DYING mit Paul Giamatti und Michael Pitt beendet. 2004 war sie in Wim Wenders LAND OF PLENTY zu sehen, der im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals in Venedig lief und den Preis der UNESCO gewonnen hat.

Auf der Bühne erhielt Michelle Williams glühende Kritiken für ihr Porträt der Varya in Tschechows „The Cherry Orchard" („Der Kirschgarten") beim Williamstown Theatre Festival. Bereits zuvor erhielt sie kritische Anerkennung für ihre Darstellungen in Mike Leighs „Smelling a Rat" am Samuel Beckett Theatre und ihr Off-Broadway Debüt in Tracy Letts „Killer Joe".

Weitere Filme von Williams sind Dan Harris’ IMAGINARY HEROES, Richard Ledes’ A HOLE IN ONE, Michael Showalters THE BAXTER, Sandra Goldbachers ME WITHOUT YOU und Andrew Flemings DICK.

Auf dem Bidschirm war sie neben Chloë Sevigny im hochgelobten HBO-Mehrteiler „If these Walls Could Talk 2" unter der Regie von Martha Coolidge zu sehen. Außerdem war sie sechs Jahre lang festes Ensemble-Mitglied der erfolgreichen TV-Serie „Dawson’s Creek".

RANDY QUAID (Joe Aguirre)

Randy Quaid gehört zu Amerikas beliebtesten Charakterdarstellern seit seiner unvergessenen Performance in Hal Ashbys DAS LETZTE KOMMANDO, die ihm einen Oscar, einen BAFTA Award und eine Golden Globe Nominierung einbrachte. BROKEBACK MOUNTAIN markiert Randy Quaids Rückkehr in den Amerikanischen Westen. Vor kurzem wurde ihm für sein Lebenswerk und die unzähligen Rollen im Laufe der Jahre in diesem Milieu ein Goldener Stiefel, der Golden Boot Award, verliehen.

Demnächst ist er in THE ICE HARVEST von Harold Ramis zu sehen, mit dem er bereits bei DIE SCHRILLEN VIER AUF ACHSE zusammen gearbeitet hat. Die Resonanz auf seine komödiantische Darstellung des Cousin Eddie in letzterem Film war so positiv, dass der Schauspieler seitdem mehrfach wieder in die Rolle geschlüpft ist, etwa in SCHÖNE BESCHERUNG (von Jeremiah Chechik) und VIVA LAS VEGAS – HOPPLA, WIR KOMMEN! (von Stephen Kessler). Fünfmal stand er für Peter Bogdanovich vor der Kamera: Im Oscar-prämierten LAST PICTURE SHOW und der Fortsetzung TEXASVILLE (beides sind Adaptionen von Romanen des BROKEBACK MOUNTAIN-Drehbuchautors Larry McMurtry), sowie in BEWEGLICHE ZIELE, IS’ WAS, DOC? und PAPER MOON.

Zu Randy Quaids zahlreichen weiteren Filmen zählen Ted Kotcheffs THE APPRENTICESHIP OF DUDDY KRAVITZ, Arthur Penns DUELL AM MISSOURI, Hal Ashbys Oscar-prämierter Academy Award-winning DIESES LAND IST MEIN LAND, Alan Parkers 12 UHR NACHTS – MIDNIGHT EXPRESS, Walter Hills LONG RIDERS, Robert Altmans FOOL FOR LOVE (nach Sam Shepards Theaterstück, der es selbst adaptierte); Bob Balabans PFUI TEUFEL – DADDY IST EIN KANNIBALE (wofür er eine Independent Spirit Award Nominierung erhielt); Tony Scotts TAGE DES DONNERS, Howard Franklin and Bill Murrays EIN VERRÜCKT GENIALER COUP, Ron Howards SCHLAGZEILEN, Roland Emmerichs Blockbuster INDEPENDENCE DAY, Peter and Bobby Farrellys KINGPIN, Mikael Salomons HARD RAIN, Alan Mindels MILWAUKEE, MINNESOTA und (als Off-Stimme) Will Finn and John Sanfords DIE KÜHE SIND LOS.

Er wirkte außerdem in einigen TV-Filmen mit, für seine Darstellung des US-Präsidenten Lyndon Baines Johnson in Peter Werners „LBJ: The Early Years" erhielt er einen Golden Globe Award sowie eine Emmy Award Nominierung. Eine weitere Nominierung für den Emmy Award bekam er bereits für seine Leistung in John Ermans TV-Remake von „Endstation Sehnsucht".

Ebenfalls fürs Fernsehen wirkte er an einer Folge der Serie "Gun" mit, die ihm eine erneute Zusammenarbeit mit Regisseur Robert Altman bescherte. Weitere Mehrteiler, an denen Randy Quaid beteiligt war, sind Joseph Sargents „Streets of Laredo" (die vom BROKEBACK MOUNTAIN Autorenteam Larry McMurtry und Diana Ossana geschrieben wurde), Robert Markowitz’ „Murder in the Heartland", Roger Youngs Ruby Ridge: An American Tragedy; Michael Watkins’ „5ive Days to Midnight", Dick Lowrys „Category 6: Day of Destruction" und als Colonel Tom Parker in James Sadwiths „Elvis". Für letztere Performance erhielt er 2005 seine dritte Emmy Award Nominierung.Zu seinen Bühnenauftritten zählen etliche Stücke von Sam Shepard, darunter "True West" und "The God of Hell".

STAB

ANG LEE (Regie)

Als Regisseur von TIGER & DRAGON erhielt Ang Lee einen Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film.

Der auf einem Roman von Du Lu Wang basierende Film erhielt drei weitere Oscars – Beste Kamera (Peter Pau), Beste Filmmusik (Tan Dun), und Beste Ausstattung (Tim Yip) – und war für sechs weitere nominiert, darunter für Bester Film und Beste Regie. Ang Lee gewann, neben anderen Auszeichnungen, den Preis der Amerikanischen Regiegilde, der Directors Guild of America, den Preis der Britischen Film- und Fernsehakademie, BAFTA, und Golden Globe Award als Bester Regisseur.

1954 in Taiwan geboren und dort aufgewachsen, zog Lee 1978 in die USA. Nach einem Bachelor of Fine Arts-Abschluss in Theaterwissenschaften an der University of Illinois, ging er an die New York University, um einen Masters of Fine Arts in Filmproduktion abzuschließen. Sein Kurzfilm FINE LINE gewann beim jährlichen Filmfest der New York University den Preis für Beste Regie und Bester Film. Sein erster Spielfilm PUSHING HANDS wurde auf der Berlinale 1992 gezeigt und auf dem Asian-Pacific Filmfestival als bester Film ausgezeichnet. Der Film wurde außerdem für neun Golden Horse Awards, den Taiwanesischen Oscar, nominiert. PUSHING HANDS war zudem der erste Teil seiner "Father Knows Best"-Trilogie, in der immer Sihung Lung mitspielte. Der nächste Film der Trilogie, DAS HOCHZEITSBANKETT, hatte 1993 auf der Berlinale Premiere und gewann den Goldenen Bären. Der Film wurde auch für den Oscar und die Golden Globe Awards als bester fremdsprachiger Film nominiert und erhielt sechs Independent Spirit Award Nominierungen.

Lee krönte die Trilogie mit EAT DRINK MAN WOMAN, der als Eröffnungsfilm der Directors Fortnight des Cannes Filmfestival 1994 ausgewählt wurde. Das National Board of Review ernannte ihn zum Besten Film des Jahres und er erhielt Oscar- und Golden Globe Nominierungen als Bester Fremdsprachiger Film sowie sechs Independent Spirit Award Nominierungen.1995 inszenierte Lee SINN UND SINNLICHKEIT mit Emma Thompson und Kate Winslet in den Hauptrollen. Der Film wurde für sieben Oscars nominiert, darunter als Bester Film, und gewann einen für das Beste Adaptierte Drehbuch (Emma Thompson, nach einem Roman von Jane Austen). SINN UND SINNLICHKEIT gewann außerdem Golden Globe Awards als Bester Dramatischer Film und Bestes Drehbuch und wurde zum Besten Film des Jahres ernannt von BAFTA, der Boston Society of Film Critics und dem National Board of Review. Er gewann den Goldenen Bären auf der Berlinale 1996. Von den Kritikerverbänden in New York und Boston sowie vom National Board of Review wurde Ang Lee als Bester Regisseur ausgezeichnet.

Als nächstes inszenierte er DER EISSTURM, den James Schamus von Rick Moodys Roman adaptierte und in dem Joan Allen, Kevin Kline, Sigourney Weaver, Christina Ricci, and Tobey Maguire mitspielten. Der Film hatte 1997 seine Premiere beim Cannes Filmfestival, wo er den Preis für das beste Drehbuch gewann, und er wurde als Eröffnungsfilm des New York Film Festivals 1997 ausgewählt. Für ihre schauspielerische Leistung in dem Film wurde Sigourny Weaver von der Britischen Film- und Fernsehakademie mit einem BAFTA Award ausgezeichnet sowie für einen Golden Globe Award für die beste Nebenrolle nominiert.

Ang Les weitere Filme sind RIDE WITH THE DEVIL, für den James Schamus Daniel Woodrells Roman adaptierte und bei dem Lee wieder Tobey Maguire besetzte, der bereits erwähnte TIGER & DRAGON und der Blockbuster HULK mit Eric Bana und Jennifer Connelly.

Filmografie Ang Lee

1992 TUI SHOU (Pushing Hands)

1993 HSI YEN (Das Hochzeitsbankett)

1994 YIN SHI NAN NU (Eat Drink Man Woman)

1995 SENSE AND SENSIBILITY (Sinn und Sinnlichkeit)

1997 THE ICE STORM (Der Eissturm)

1999 RIDE WITH THE DEVIL (Ride with the Devil)

2000 WO HU CANG LONG (Tiger & Dragon)

2003 HULK (Hulk)

2005 BROKEBACK MOUNTAIN (Brokeback Mountain)

LARRY McMURTRY (Drehbuch, Executive Producer)

Larry McMurtry wurde für seinen Roman „Lonesome Dove" (deutsch: "Weg in die Wildnis") 1986 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

Er ist der Autor von 40 Büchern, Romanen wie Essaysammlungen, und hat über 30 Drehbücher geschrieben. Etliche seiner Romane wurden für Kino- und Fernsehfilme adaptiert. Sein erster Roman war „Horseman, Pass By", aus dem Martin Ritts Film DER WILDESTE UNTER TAUSEND wurde, von Irving Ravetch und Harriet Frank, Jr. adaptiert und mit Paul Newman in der Hauptrolle. Der Film gewann drei Oscars: Beste Hauptdarstellerin (Patricia Neal), Bester Nebendarsteller (Melvyn Douglas) und Beste Kamera (James Wong Howe).

McMurtrys Roman „The Last Picture Show" verfilmte Peter Bogdanovich als DIE LETZTE VORSTELLUNG, wofür beide für den Oscar für das Beste Adaptierte Drehbuch nominiert wurden. Der Film gewann zwei Oscars für den Besten Nebendarsteller (Ben Johnson) und die Beste Nebendarstellerin (Cloris Leachman) und war zudem als Bester Film nominiert. Sein Roman „Terms of Endearment" wurde von James L. Brooks adaptiert und verfilmt: ZEIT DER ZÄRTLICHKEIT gewann fünf Oscars als Bester Film sowie für Beste Regie, Bestes Adaptiertes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin (Shirley MacLaine) und Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson).Der bereits erwähnte Roman „Lonesome Dove" wurde von William D. Wittliff adaptiert und von Simon Wincer als TV-Mehrteiler verfilmt. Die Produktion war eine der erfolgreichsten US-Miniserien aller Zeiten und erhielt sieben Emmy Awards.

Larry McMurtry begann seine Zusammenarbeit mit Diana Ossana 1992. Das Team hat gemeinsam zwei Romane geschrieben, „Pretty Boy Floyd" und „Zeke and Ned". Sie adaptierten zwei seiner Romane, „Streets of Laredo" und „Dead Man’s Walk" zu TV-Mehrteilern, bei denen sie zudem als ausführende Produzenten tätig waren. Die beiden Miniserien wurden von Joseph Sargent und Yves Simoneau inszeniert. Das Autorenduo adaptierte danach Frederick Manfreds Roman „Riders of Judgment", aus dem unter der Regie von David S. Cass Sr. der Mehrteiler „Johnson County War" wurde, dessen ausführende Produzenten sie ebenfalls waren.

Tom Hanks ist als Hauptdarsteller und Produzent der Filmversion des McMurtry-Romans „Boone’s Lick" im Gespräch, das Autorenteam McMurtry/Ossana schreibt derzeit an der Drehbuchfassung.

Zu McMurtrys weiteren Romanen zählen „Moving On", „All My Friends Are Going To Be Strangers", „Somebody’s Darling", „The Desert Rose", „Film Flam", „Loop Group" und „The Colonel and Little Missie: The Beginnings of Superstardom in America". Seine Essaysammlungen sind u.a. „Walter Benjamin at the Dairy Queen", „Roads" und "Paradise". Er veröffentlicht regelmäßig im New York Review of Books.McMurtry ist in Wichita Falls, Texas, geboren und ist in Archer City aufgewachsen. Sein Vater und acht Onkel waren alle Rancher. Er besuchte die North Texas State und Rice Universitäten und war außerdem ein Stegner Fellow an der Stanford University.

DIANA OSSANA (Drehbuch, Produzentin)

Diana Ossana ist in St. Louis, Missouri, geboren und aufgewachsen. Ihr Vater emigrierte 1937 von Italien nach Amerika. Her father emigrated from Italy to America in 1937. Sie besuchte die Eastern New Mexico University in Portales, New Mexico, und hat einen Abschluss in Englisch und Politikwissenschaften.

Sie zog 1977 nach Arizona. In Tucson half sie bei der Gründung und der Etablierung einer erfolgreichen Gemeinschaftskanzlei von fünf Prozessanwälten.1992 begann Diana Ossana zusammen mit Larry McMurtry zu schreiben, eine Kollaboration, die bis zum heutigen Tag anhält und mittlerweile auch auf Film- und Fernsehprojekte ausgedehnt wurde, welche die beiden schreiben und produzieren.

Das Team hat gemeinsam zwei Romane geschrieben, „Pretty Boy Floyd" und „Zeke and Ned". Sie adaptierten zwei seiner Romane, „Streets of Laredo" und „Dead Man’s Walk" zu TV-Mehrteilern, bei denen sie zudem als ausführende Produzenten tätig waren. Die beiden Miniserien wurden von Joseph Sargent und Yves Simoneau inszeniert. Das Autorenduo adaptierte danach Frederick Manfreds Roman „Riders of Judgment", aus dem unter der Regie von David S. Cass Sr. der Mehrteiler „Johnson County War" wurde, dessen ausführende Produzenten sie ebenfalls waren.

Tom Hanks ist als Hauptdarsteller und Produzent der Filmversion des McMurtry-Romans „Boone’s Lick" im Gespräch, das Autorenteam McMurtry/Ossana schreibt derzeit an der Drehbuchfassung.

ANNIE PROULX (Schriftstellerin)

Annie Proulxs Kurzgeschichte „Brokeback Mountain" erschien erstmals 1997 im Magazin „The New Yorker". Die Geschichte erhielt, neben anderen Auszeichnungen, einen National Magazine Award. Es wurde später im Erzählband „Close Range: Wyoming Stories" (1999) der Autorin veröffentlicht. 1994 wurde Annie Proulxs Roman „The Shipping News" (deutsch: „Schiffsmeldungen") mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

Die in Connecticut geborene Schriftstellerin studierte Geschichte an der University of Vermont und der Concordia University in Montreal und legte ihre mündliche Promotionsprüfung zu diesem Thema ab. Als es 1975 kaum freie Lehrerstellen gab, wurde Annie Proulx Journalistin. Sie schrieb außerdem Kurzgeschichten, wovon zwei in Ausgaben der "Best American Short Stories" aufgelistet wurden. 1988 veröffentlichte sie ihre erste Prosa, „Heart Songs and Other". Ihr erster Roman „Postcards" gewann 1993 den PEN/Faulkner Award for Fiction. Zu den weiteren Büchern von Annie Proulx zählen „Accordion Crimes", „That Old Ace in the Hole" sowie „Bad Dirt: Wyoming Stories 2".

JAMES SCHAMUS (Produzent)

Bereits seit über einem Jahrzehnt ist James Schamus ein fester Bestandteil der amerikanischen Independent-Filmbranche. Ihn zeichnet aus, dass er sowohl ein Oscar-prämierter Drehbuchautor und Produzent als auch Leiter eines Filmstudios ist.

Er arbeitet schon seit langem als Autor und Produzent mit Ang Lee zusammen, bislang bei neun Filmen. Zu den früheren gemeinsamen Filmen vor BROKEBACK MOUNTAIN zählen HULK (den Schamus schrieb und produzierte), RIDE WITH THE DEVIL (den Schamus produzierte und adaptierte), DER EISSTURM (den Schamus produzierte und adaptierte, wofür er beim Cannes Film Festival 1997 den Preis für das Beste Drehbuch erhielt, sowie von der Amerikanischen Drehbuchautorengilde WGA und von der Britischen Film- und Fernsehakademie BAFTA nominiert wurde), SINN UND SINNLICHKEIT (den Schamus co-produzierte), EAT DRINK MAN WOMAN (den Schamus mitschrieb und -produzierte), DAS HOCHZEITSBANKETT (den Schamus mitschrieb und produzierte) und PUSHING HANDS (den Schamus produzierte).

James Schamus ist Vizepräsident, zusammen mit David Linde, von Focus Features, einer Filmproduktions- , Filmfinanzierungs- und weltweiter Vertriebsfirma, die sich zum Ziel gesetzt hat, dem Kinopublikum die originellsten Geschichten der innovativsten Filmemacher zu präsentieren. Das Duo gründete Focus im Mai 2002.

Vor der Firmengründung war Schamus Vizepräsident der unabhängigen Filmproduktionsfirma Good Machine, die er 1991 mitgegründet hatte. Innerhalb von 11 Jahren produzierten Schamus und seine Firmenpartner über 40 Filme mit so namhaften Regisseuren wie Ang Lee, Todd Solondz und Nicole Holofcener. Mit der Finanzierungs- und verleihabteilung, Good Machine International, repräsentierte er Dutzende weitere Regisseure, darunter Pedro Almodóvar und die Coen Brüder. Good Machine wurde kürzlich mit einer 10-Jahre-Retrospektive im Museum of Modern Art in New York City geehrt.

Schamus ist außerdem Drehbuchautor und wurde für seine Arbeit an TIGER & DRAGON für Oscars in den Kategorien Bestes Adaptiertes Drehbuch und Bester Originalsong nominiert. Der Good Machine Kinohit, den Schamus mitschrieb und co-produzierte, gewann insgesamt vier Oscars.

Etliche der von ihm produzierten Good Machine Filme gewannen den Grand Jury Prize des Sundance Film Festivals, darunter Edward Burns THE BROTHERS MCMULLEN (1995), Tom Noonans WHAT HAPPENED WAS... (1994) und Todd Haynes’ POISON (Poison, 1991). Zu den anderen Filmen, die er für Good Machine produzierte, zählen Paul Schraders AUTO FOCUS (2002), Gregor Jordans ARMY GO HOME! (Buffalo Soldiers, 2001), Todd Solondzs HAPPINESS (Happiness, 1998), Bart Freundlichs DAS FAMILIEN-GEHEIMNIS (The Myth of Fingerprints, 1997), Cindy Shermans OFFICE KILLER (Office Killer, 1997), Nicole Holofceners WALKING AND TALKING (Walking and Talking, 1996) und Todd Haynes’ SAFE (Safe, 1995).

James Schamus ist außerordentlicher Professor an der School of the Arts der Columbia University und sitzt derzeit in den Verwaltungsräten der Foundation for Independent Video and Film und Creative Capital. Er war 1997 Nuveen Fellow der Geisteswissenschaften an der Universität Chicago und erhielt 2003 an der U.C. Berkeley seinen Doktortitel in Englisch. Er wurde auf dem Nantucket Film Festival 2002 mit dem NBC Screenwriter Tribute geehrt sowie 2003 mit dem Richard B. Jablow Award der Writers Guild of America, East für seinen Einsatz für die Gilde.

Der bislang kommerziell erfolgreichste Focus-Film ist Sofia Coppolas LOST IN TRANSLATION (Lost in Translation, 2003), der weitweit über 100 Million Dollar eingespielt und einen Oscar für das Beste Adaptierte Drehbuch gewonnen hat. Der höchstausgezeichnete Film bisher ist Roman Polanskis DER PIANIST (The Pianist, 2002), der drei Oscars gewann, darunter für die beste Regie und den besten Hauptdarsteller.

Andere gefeierte Filme von Focus’ sind unter anderem zwei weitere Oscargewinner, Michel Gondrys VERGISS MEIN NICHT! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind, 2004) und Walter Salles’ REISE DES JUNGEN CHE – MOTORCYCLE DIARIES (Diarios de Motocicleta, 2004), Todd Haynes’ DEM HIMMEL SO FERN (Far from Heaven, 2002), François Ozons SWIMMING POOL (Swimming Pool, 2003) und Alejandro González Iñárritus 21 GRAMM (21 Grams, 2003).

Zu weiteren Focus Feature Filmen der jüngeren Zeit zählen, neben BROKEBACK MOUNTAIN, Jim Jarmuschs BROKEN FLOWERS (Broken Flowers, 2005, Gewinner des Großen Preises des Cannes International Film Festival) mit Bill Murray in der Hauptrolle; Fernando Meirelles’ THE CONSTANT GARDENER (2005) mit Ralph Fiennes und Rachel Weisz; Joe Wrights STOLZ UND VORURTEIL (Pride & Prejudice, 2005) mit Keira Knightley; Harold Ramis’ THE ICE HARVEST (2005) mit John Cusack, Billy Bob Thornton und Connie Nielsen; Sanaa Hamris BLOOM (2006) mit Sanaa Lathan und Simon Baker; Rian Johnsons BRICK (2005) mit Joseph Gordon-Levitt (Gewinner des Special Jury Prize beim Sundance Film Festival 2005); Gaby Dellals ON A CLEAR DAY (2005) mit Peter Mullan und Brenda Blethyn; Shane Ackers Fantasy-Animationsfilm 9 (2007), produziert von Tim Burton und Timur Bekmambetov sowie Jim Lemley & Dana Ginsburg; und Allen Coulters TRUTH, JUSTICE & THE AMERICAN WAY (2006) mit Adrien Brody, Ben Affleck und Diane Lane.

Die Focus-Tochter Rogue Pictures ist darauf spezialisiert, qualitativ hochwertige Action-, Thriller- und Unterhaltungsfilme mit Mainstreamappeal und Franchisepotential zu entwickeln und zu vertreiben. Zu den jüngsten Rogue Pictures Projekten zählen Jeff Wadlows CRY_WOLF (2005) mit Julian Morris, Lindy Booth und Jared Padalecki; der noch unbetitelte übernatürliche Thriller von Asif Kapadia mit Sarah Michelle Gellar, sowie ALTERED (2006) von Eduardo Sanchez, dem Co-Autor und Co-Regisseur von BLAIR WITCH PROJECT (The Blair Witch Project, 1999).

Neben BROKEBACK MOUNTAIN und dem Großteil der bereits genannten Titel kümmert sich Focus International, die Weltvertriebstochter, derzeit um den weltweiten Vertrieb von Ben Youngers COUCHGEFLÜSTER (2005) mit Meryl Streep und Uma Thurman; (außerhalb Italiens) Roberto Benignis DER TIGER UND DER SCHNEE (La Tigre e la neve, 2005) mit Benigni, Nicoletta Braschi und Jean Reno; (außerhalb Asiens) FEARLESS (2006) von Ronny Yu mit Jet Li; Danis Tanovics L’ENFER (2005) mit Emmanuelle Béart, Karin Viard, Marie Gillain und Carole Bouquet; Isabel Coixets THE SECRET LIFE OF WORDS (2005) mit Sarah Polley, Tim Robbins und Javier Cámara; und Christophe Gans’ SILENT HILL (2006) mit Radha Mitchell.

Focus Features ist der Teil der Universal Pictures, einer Division der Universal Studios, der sich auf den Besonderen Film spezialisiert hat. Universal Studios ist Teil von NBC Universal, einem der weltweit führenden Medien- und Entertainment-Unternehmen in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Marketing von Unterhaltung, Nachrichten und Information für ein globales Publikum. Entstanden 2004 als Zusammenschluss von NBC und Vivendi Universal Entertainment, gehört und unterhält NBC ein wertvolles Portfolio an Nachrichten- und Unterhaltungssendern, einem erstrangigen Filmstudio, bedeutenden TV-Produktionsbetrieben, einer führenden Gruppe von Fernsehstationen und weltberühmte Themenparks. NBC Universal gehört zu 80% General Electric, 20% werden von Vivendi Universal kontrolliert.

RODRIGO PRIETO, A.S.C., A.M.C. (Kamera)

Mit AMORRES PERROS (Amorres Perros, 2000) machte Kameramann Rodrigo Prieto die Kinogemeinde weltweit auf sich aufmerksam. Seine Leistung an Alejandro González Iñárritus Film brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Silver Ariel Award (Mexikos Äquivalent zum Oscar) und den Golden Frog Award des Camerimage International Film Festival of the Art of Cinematography.

Zu seinen folgenden Filmen als Kameramann zählen Michael Cristofers ORIGINAL SIN (Original Sin, 2001), Julie Taymors FRIDA (Frida, 2002, für den er von seinen Kollegen für den American Society of Cinematographers Award nominiert wurde), Curtis Hansons 8 MILE (8 Mile, 2001), Spike Lees 25 STUNDEN (25th Hour, 2002) und Iñárritus preisgekrönter 21 GRAMM (21 Grams, 2003).

Prieto reiste gemeinsam mit Regisseur Oliver Stone nach Kuba, um die Dokumentation COMANDANTE (Comandante, 2003) über Fidel Castro zu drehen. Die beiden sind danach weiter in den Nahen Osten, um dort eine Dokumentation über den israelisch-palästinensichen Konflikt, PERSONA NON GRATA (Persona Non Grata, 2003), zu drehen. Ihr nächstes gemeinsames Projekt war das Epos ALEXANDER (Alexander, 2004), wofür Prieto einen Silver Frog Award des Camerimage International Film Festival of the Art of Cinematography erhielt.

Er studierte am Centro de Capacitacion Cinematografica in Mexico City. Vor AMORES PERROS drehte er 12 mexikansiche Spielfilme in einer Dekade und gewann zwei Silver Ariel Awards für seine Arbeit bei Carlos Carreras UN EMBRULO (1998) und Daniel Grueners SOBRENATURAL (1996).

JUDY BECKER (Produktionsdesign)

In der Sommer 2002-Ausgabe der Fachzeitschrift „Filmmaker" als eine der „25 to Watch" aufgelistet, kam Judy Becker über ihren Background als Künstlerin – darunter etliche Jahre als „Underground"-Comiczeichnerin – zum Produktionsdesign.

Vor kurzem beendete sie die Arbeit am Produktionsdesign zweier Filme, Julian Goldbergers THE HAWK IS DYING (2005) mit Paul Giamatti und Michelle Williams in den Hauptrollen, sowie Douglas McGraths HAVE YOU HEARD? (2006) mit Toby Jones als Truman Capote.

Judy Becker hat das Produktionsdesign bei einer Reihe nennenswerter Independentfilme verantwortet, darunter Mike Mills THUMBSUCKER (2005), Zach Braffs GARDEN STATE (Garden State, 2004), Rebecca Millers PERSONAL VELOCITY: THREE PORTRAITS (2002, Gewinner des Grand Jury Prize beim Sundance Film Festival) und Peter Solletts RAISING VICTOR VARGAS (2002).

GERALDINE PERONI (Schnitt)

Geraldine Peroni (1953-2004) ist in Manhattan geboren und aufgewachsen in Rockaway, Queens.Sie studierte am Hunter College Film und begann ihre Laufbahn als Schnittlehrling bei der dreiteiligen Independentproduktion DREI FRAUEN IN NEW YORK (Enormous Changes at the last Minute, 1983, Regie: Mirra Bank, Ellen Hovde und Muffie Meyer).

Unter der Leitung von Thelma Schoonmaker war Peroni Erste Schnittassistentin bei Martin Scorseses DIE LETZTE VERSUCHUNG CHRISTI (The Last Temptation of Christ, 1988) sowie Scorseses Segment „Life Lessons" der NEW YORKER GESCHICHTEN (New York Stories, 1988, Regie: Woody Allen, Martin Scorsese, Francis Ford Coppola). Sie war außerdem Schnittassistentin bei John Sayles’ MATEWAN (Matewan, 1987), bevor sie ihren ersten eigenen Schnitt bei Shirley Suns IM REICH DES DRACHEN (Iron & Silk, 1990) verantwortete.

Beginnend mit VINCENT UND THEO (Vincent & Theo, 1989), pflegte sie eine stete Zusammenarbeit mit Robert Altman. Diese setzte sich fort mit THE PLAYER (The Player, 1992) – für den sie für einen Oscar, einen BAFTA und einen A.C.E. (American Cinema Editors) Award nominiert wurde – SHORT CUTS (Short Cuts, 1993), PRET-A-PORTER (Prêt-à -Porter, 1995), KANSAS CITY (Kansas City, 1996), THE GINGERBREAD MAN (The Gingerbread Man, 1998), DR. T AND THE WOMEN (Dr. T and the Women, 2000) und THE COMPANY – DAS ENSEMBLE (The Company, 2003).

Zu Geraldine Peronis weiteren Arbeiten als Schnittmeisterin zählen Rose Troches THE SAFETY OF OBJECTS (2001), Tim Robbins’ DAS SCHWANKENDE SCHIFF (Cradle Will Rock, 1999) und Nora Ephrons MICHAEL (Michael, 1996). Sie hat außerdem Episoden der TV-Serie "The Wire" geschnitten.

Sie verstarb im August 2004.

DYLAN TICHENOR, A.C.E. (Schnitt)

Für den Filmschnitt an Wes Andersons ROYAL TENENBAUMS (The Royal Tenenbaums, erhielt Dylan Tichenor eine A.C.E. Award Nominierung.

Er begann seine Karriere bei Geraldine Peroni und Robert Altman, für die er als Schnittlehrling bei THE PLAYER (The Player, 1992, Regie: Robert Altman) arbeitete. Diese Zusammenarbeit setzte sich fort und Tichenor wurde zuerst Schnittassistent bei SHORT CUTS (Short Cuts, 1993) und PRET-A-PORTER (Prêt-à -Porter, 1995), sowie bei Alan Rudolphs MRS. PARKER UND IHR LASTERHAFTER KREIS (Mrs. Parker and the Vicious Circle, 1994), dann technischer Koordinator bei KANSAS CITY (Kansas City, 1996) und schließlich Editor bei der TV-Dokumentation „Robert Altman’s Jazz ’34 – Remembrances of Kansas City Swing" (Robert Altman’s Jazz ’34 – Remembrances of Kansas City Swing, 1996), für die er eine Emmy-Nominierung erhielt.

Anschließend arbeitete er an drei Filmen mit Paul Thomas Anderson, zuerst als Leiter der Postproduktion bei LAST EXIT RENO (Hard Eight, 1996) und dann als Editor bei den preisgekrönten BOOGIE NIGHTS (Boogie Nights, 1997) und MAGNOLIA (Magnolia, 1999). Zu Tichenors weiteren Schnittarbeiten zählen Brad Silberlings Oscar-Gewinner LEMONY SNICKET – RÄTSELHAFTE EREIGNISSE (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events, 2004), Mike Figgis’ COLD CREEK MANOR –DAS HAUS AM FLUSS (Cold Creek Manor, 2004), M. Night Shyamalans UNBREAKABLE – UNZERBRECHLICH (Unbreakable, ) und Anthony Drazans HURLYBURLY (Hurlyburly, 1998).

GUSTAVO SANTAOLALLA (Musik)

Gustavo Santaolallas jüngste Arbeit war die Filmmusik zu Walter Salles’ REISE DES JUNGEN CHE – MOTORCYCLE DIARIES (Diarios de Motocicleta, 2004), der ihm einen BAFTA Award für die beste Filmmusik einbrachte. Der Film wurde zudem mit einem Oscar für den besten Filmsong (Jorge Drexlers "Al Otro Lado del Rà­o") geehrt.

Santaolalla arbeitete mit Alejandro González Iñárritu bei AMORRES PERROS zusammen, für den er die Filmmusik schrieb und dafür eine Silver Ariel Award-Nominierung – das mexikanische Pendant zum Oscar – erhielt, beim preisgekrönten 21 GRAMM (21 Grams, 2003) und bei Iñárritus Segment des Kurzfilmprojekts 11’9"01 – SEPTEMBER 11 (11’9"01 –September 11, 2002). 1967 gründete er die legendäre argentinische Band Arco Iris, die mit ihrer Fusion von Rock und lateinamerikanischem Folk Pionierarbeit leisteten. 1981 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum, "Santaolalla", dem zwei weitere folgten: 1995 das gewaltige „GAS" (mit dem Hit „Todo Vale") und 1998 die Instrumentalplatte „Ronroco".

Als Produzent hat Santaolalla mit einigen der wichtigsten Musiktalente in Lateinamerika zusammengearbeitet und sie gefördert. Wenn „Rock-en-Español" jetzt eine panamerikanische globale Bewegung ist, ist das den kommerziell erfolgreichen Platten zu verdanken, die er zusammen mit Anibal Kerpel produziert hat. Mit ihrem Plattenlabel Surco Records haben sie Alben von Künstlern betreut wie Molotov, Café Tacuba, Caifanes, Maldita Vecindad, Divididos, Bersuit, La Vela Puerca, Puya, Arbol, El Otro Yo, Fiebre, Dracma und Juanes. Als der Latin Grammy Award für Lateinamerikanische Musiker 2000 zum ersten Mal verliehen wurde, gewann Santaolalla für die Produktion des Albums „Revés/Yo soy" von Café Tacuba und wurde seitdem diverse Male nominiert. 2003 gewann er drei weitere, darunter für das beste Album des Jahres mit "Un Dia Normal". 2004 erhielt Santaolalla einen Grammy Award für das Album „Cuatro Caminos" von Café Tacuba, das er produziert hatte.

MARIT ALLEN (Kostüme)

Marit Allen arbeitete bereits für RIDE WITH THE DEVIL und HULK mit Ang Lee zusammen.

Sie wurde für ihre Arbeit bei EYES WIDE SHUT (1999, Regie: Stanley Kubrick) für den Costume Designers Guild Award nominiert, sowie für einen Emmy Award als Kostümdesignerin der Miniserie „Scarlett" (1994, Regie: John Erman). Eine Nominierung für den CableACE Award erhielt sie für die Kostüme im TV-Film „Stalin" (1992, Regie: Ivan Passer) und eine BAFTA-Nominierung für DIE LETZTEN TAGE IN KENYA (The White Mischief, 1987, Regie: Michael Radford). Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete Allen mit dem Regisseur Nicolas Roeg zusammen, zuerst bei WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN (Don’t Look Now, 1973) und BLACKOUT: ANATOMIE EINER LEIDENSCHAFT (Bad Timing: A Sensual Obsession, 1980), später bei EUREKA (1983) und HEXEN HEXEN (The Witches, 1990).

Neben vielen anderen Filmen war sie Kostümdesignerin bei DIE PROFI-KILLER (The Hit, 1984, Regie: Stephen Frears), DER KLEINE HORRORLADEN (Little Shop of Horrors, 1986, Regie: Frank Oz), ZWEI HINREISSEND VERDORBENE SCHURKEN (Dirty Rotten Scoundrels, 1988, Regie: Frank Oz), MANIFESTO (1988, Regie: Dusan Makavejev), EINE TASSE TEE FÜR DIE LIEBE (Eat A Bowl of Tea, 1989, Regie: Wayne Wang), MEERJUNGFRAUEN KÜSSEN BESSER (Mermaids, 1990, Regie: Richard Benjamin), WIND (Wind, 1992, Regie: Carroll Ballard), DER GEHEIME GARTEN (The Secret Garden, 1993, Regie: Agnieszka Holland), MRS. DOUBTFIRE – DAS STACHELIGE KINDERMÄDCHEN (Mrs. Doubtfire, 1993, Regie: Chris Columbus), DEAD MAN (Dead Man, 1995, Regie: Jim Jarmusch), DAS GEWICHT DES WASSERS, (The Weight of Water, 2000, Regie: Kathryn Bigelow), K-19: SHOWDOWN IN DER TIEFE (K-19: The Widowmaker, 2002, Regie: Kathryn Bigelow), THUNDERBIRDS (Thunderbirds, 2004, Regie: Jonathan Frakes) und jüngst bei ALL THE KING’S MEN (2005, Regie: Steven Zaillian).

DAS BUCH ZUM FILM

Die Titelstory, auf der Ang Lees Film beruht, erzählt von Jack und Ennis, zwei raubeinigen Naturburschen, die auf Brokeback Mountain als Schafhirten engagiert werden. Dann geschieht etwas, das gegen alle Regeln und Moralvorstellungen verstößt: Die beiden jungen Männer verlieben sich ineinander. Ihre Wege trennen sich, doch sie kommen nicht voneinander los. Zwei Jahrzehnte lang entreißen sie ihrem bürgerlichen Leben mit Ehefrau und Kind ein paar Momente, in der sie ihre unmögliche Liebe ausleben. Als wieder einmal das nächste Treffen bevorsteht, hört Ennis nichts mehr von Jack… Annie Proulx zeichnet in dem Weltbestseller BROKEBACK MOUNTAIN ein eindringliches

Bild ihrer Wahlheimat Wyoming. Ihre Porträts von Viehtreibern, Rodeoreitern,Barfrauen und Touristenführern sind immer auch Geschichten über gescheiterte Existenzen, unerfüllte Sehnsüchte und irregeleitete Liebe.

Die Autorin

Annie Proulx, eine der „besten lebenden Schriftstellerinnen" (Time Magazine), wurde 1935 in Connecticut geboren und lebt heute in Denver und Wyoming. Für ihre Romane und Erzählungen wurde sie mit allen wichtigen Literaturpreisen Amerikas ausgezeichnet, dem PEN/Falkner Award, dem Pulitzerpreis, dem National Book Award sowie dem Irish Times International Fiction Prize.

Presse

„Annie Proulx erweist sich in diesen dicht und leicht erzählten Geschichten als virtuos in der liebenden Ironisierung der Leiden ihrer erdenschweren Hinterwäldler. Ihre perfekt gebauten Miniromane sind verzaubert von einem ganz anderen, magischen Realismus." Die Welt

Bei Fragen zum Buch oder Anfragen wegen Rezensionsexemplaren, wenden Sie sich bitte an:

Diana Verlag Das Buch erscheint im Diana Verlag

Presseabteilung Annie Proulx

Bayerstr. 71–73 | 80335 München Brokeback Mountain

Tel: 089-4136-3135 | Fax: 089-4136-3479 Mit einem bisher unveröffentlichten Essay

E-Mail: [email protected] der Autorin zur Verfilmung von Ang Lee

ISBN: 3-453-35110-X

Umfang: ca. 352 Seiten

L adenpreis: 7,95 ¤

Ab März 2006 im Buchhandel

DIE FILMMUSIK

Die New York Times schreibt: „Nicht nur unter filmischen Gesichtspunkten ist BROKEBACK MOUNTAIN ein Glücksfall, auch in musikalischer Hinsicht muss man den Film als unvergesslich einstufen. Filmmusiken, die man auch abseits des Filmes hören möchte, sind selten geworden. Den wunderschönen, spröden Country-Balladen des Filmes gelingt das Kunststück, nicht nur die Gefühlswelt des Filmes perfekt zu transportieren, sie sind auch auf sich allein gestellt hörenswert". Der aus Argentinien stammende Komponist Gustavo Santaolalla lebt in Kalifornien. Er war eine der treibenden Kräfte hinter der „Rock Español"-Bewegung und produzierte die mexikanischen Bands Molotov und Café Tacuba, sowie den kolumbianischen Sänger Juanes. In den späten Neunziger Jahren wandte er sich erfolgreich der Filmmusik zu und komponierte die Soundtracks zu Filmen wie „Amores Perros" und „The Motorcycle Diaries".

Von Anfang an entschieden Gustavo Santaolalla und Regisseur Ang Lee, dass die Musik zu BrokebackMountain nicht allein instrumental sein sollte und riefen einige der ganz großen Stars der populären Folk-, Rock- und Country-Szene zusammen. Künstler wie Willie Nelson, Rufus Wainwright, Steve Earle, Emmylou Harris und Linda Ronstadt nahmen für den Film entweder neue Songs auf (zum Teil aus der Feder von Gustavo Santaolalla) oder interpretierten Klassiker des Genres.

    
                                                                                                                         134 Min

Wyoming, 1963: Die Cowboys Jack (Jake Gyllenhaal) und Ennis (Heath Ledger) werden auf Brokeback Mountain als Schafhirten engagiert. Zwischen beiden entwickelt sich schnell mehr als nur eine tiefe Freundschaft - sie verlieben sich ineinander. Doch angesichts der engen Moralvorstellungen und herrschenden Konventionen im rauen Wyoming bleiben ihnen nur getrennte Wege. Beide heiraten, gründen Familien - und kommen doch nicht voneinander los. Nur heimlich können sie über die Jahre Augenblicke des gemeinsamen Glückes genießen, die raue Realität holt sie immer wieder ein. Bis Jack einen letzten verzweifelten Versuch unternimmt für ihre Zukunft zu kämpfen...

 
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