Wolfgang Bahro, alias Jo Gerner, über 30 Jahre „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“

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Im Mai 1992 gewinnt Werder Bremen den Europapokal, läuft die letzte Folge der "Golden Girls" auf NBC, öffnet der neue Münchner Flughafen und im deutschen Fernsehen erleben die Zuschauer:innen eine Zeitenwende: Die Geburt von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Die Daily begeistert seitdem Jahr für Jahr ihre Fans und feiert nun ihr 30-jähriges Jubiläum! Aus der anfangs von Kritiker:innen belächelten Produktion wird ein Quoten-Erfolg, ein Kult-Klassiker, ein Vorabend-Hit, sowie Deutschlands erfolgreichste tägliche Serie, die den TV-Markt hierzulande nachhaltig verändert hat.

Am 11. Mai 1992 wurde die erste Episode bei RTL ausgestrahlt. Die Dreharbeiten hatten nicht einmal zwei Monate vorher begonnen. Damals noch in Berlin-Tempelhof, seit 1995 in Potsdam-Babelsberg. Auf dem Gelände der historischen Filmstudios entstehen seitdem Tag für Tag neue Folgen.

Kult-Schauspieler Wolfgang Bahro outet im Podcast einen deutschen Bundesminister als Fan der Serie GZSZ und er verrät das Erfolgsgeheimnis des Dauerbrenners. Wir klären aber auch, was die Serie nicht so gut kann und wie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ immer wieder Trends setzen kann.

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GZSZ Jubiläumsfolge

Zum Jubiläum steht natürlich eine GZSZ-Ikone im Mittelpunkt: Dr. Jo Gerner – seit fast 30 Jahren gespielt von Wolfgang Bahro. Seit 1993 und Folge 185 ist die Figur dabei und als liebendes Familien-Oberhaupt, rachsüchtiger skrupelloser Bösewicht, gewieftes Schlitzohr sowie Deutschlands bester Anwalt der Publikums-Liebling schlechthin. GZSZ ohne diese Legende? Undenkbar. Daher wurde die Story für die Jubiläumsfolge rund um ihn geschrieben: Jo Gerner ist auf der Flucht und taucht unter!

Wolfgang Bahro kann einen Ausblick geben:

"Gerner wird eines Verbrechens beschuldigt, das er nicht begangen hat. Während er sowohl von der Polizei, als auch von Linostrami (Matthias Unger) und seinen Schergen gejagt wird, versucht er Beweise zu finden, um den wahren Täter zu überführen. Dabei begibt er sich in lebensgefährliche Situationen."

Katrin Flemming steht noch zu Gerner. Was die Schauspielerin Ulrike Frank schon jetzt zu ihrer Rolle verraten kann und sicherlich die Fans sehr freuen wird: "Katrin zeigt sich mehr denn je als Jos Verbündete, auf die er sich verlassen kann, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie sind ein unschlagbares Team, das gemeinsam wieder zu Bestform aufläuft."

Denn mit allen Mitteln versucht sein Erzfeind Bajan Linostrami (Matthias Unger), Gerner aufzuspüren. Schließlich erpresst Linostrami Laura Lehman (Chryssanthi Kavazi), die ihren Stiefvater in eine Falle locken soll. In eine tödliche Enge getrieben, steht Gerner plötzlich vor der schwersten Entscheidung seines Lebens. Wie weit wird er gehen, um seine Familie vor einem unberechenbaren Psychopathen zu schützen?

Die Jubiläumsfolge könnt ihr euch jederzeit bei RTL+ ansehen.

Über GZSZ

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" entstand nach Vorbild des australischen TV-Erfolges "The Restless Years". Längst ist die Abkürzung GZSZ auch Menschen vertraut, die nicht regelmäßig und tagtäglich einschalten. Jeder kennt sie und niemand kommt an der Kult-Marke GZSZ vorbei. Kein Vorspann ist bekannter und prägnanter als der von GZSZ. Fast eine ganze Nation kann mitträllern, wenn es werktäglich heißt: "Ich seh' in dein Herz …" GZSZ ist eine TV-Größe wie der "Tatort" oder die Mainzelmännchen. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. In Babelsberg arbeitet für die Produktionsfirma UFA Serial Drama ein hochprofessionelles Team mit Autor:innen, Regisseur:innen, Kameracrews, Szenen-, Kostüm- und Maskenbildner:innen, um nur einige der vielen Gewerke zu nennen, die alle garantieren, dass die RTL-Zuschauer:innen von einem unverwechselbaren und großartigen Ensemble ihre Dosis Freundschaft, Crime, Liebe, Tränen, Familie und ganz viel Drama auf dem Bildschirm präsentiert bekommen. 

Seit Folge 1 wird es immer pünktlich um 19:40 Uhr spannend – oft zum Lachen, zum Mitfiebern und manchmal auch zum Träumen. Eines ist stets garantiert: Langeweile gehört nicht zum Repertoire von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Mitunter wird es sogar richtig kriminell: es gibt Entführungen, es wird geschossen und einmal wurde sogar eine Leiche im Wald vergraben … Fest steht: GZSZ ist wie auch die anderen beiden RTL-Dailies "Unter uns" und "Alles was zählt" seit vielen Jahren stets der treue Wegbegleiter für Millionen Fans, bei dem sie aufgefangen werden und abtauchen können in eine wohlbekannte Welt mit vertrauten Gesichtern und fesselnden Geschichten. Denn wie auch im wirklichen Leben geht auch das GZSZ-Leben der Charaktere in Echtzeit weiter. Das schafft Bindung, das schafft Vertrautheit und das schafft vor allem Zuverlässigkeit.

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" dreht sich um die Bewohner:innen des Kolle-Kiezes in Berlin-Mitte. Dort gibt es Geschäfte, das Café Vereinsheim, einen U-Bahnhof, die S-Bahn, das Szene-Club-Restaurant Mauerwerk, den Späti Kiez-Kauf, Büros und Wohnungen. Hier leben der Gerner-Clan und alle anderen Charaktere.

Einschalten bedeutet Abschalten vom Alltag, aber keine Flucht aus dem wirklichen Leben. GZSZ thematisiert immer wieder gesellschaftlich relevante Themen. Bulimie, Mobbing, Flüchtlings-Krise, Drogenmissbrauch, Inzest, Organspende, Burnout – das alles findet sich in emotionalen Geschichten wieder und begleitet(e) die Einschaltenden jeweils über mehrere Monate. Auch gleichgeschlechtliche Liebe und damit oft verbunden der schwierige Prozess des Coming-Out sind fester Bestandteil der GZSZ-Welt.  All das sind relevante und sensible Themen, eingebunden in die alltäglichen Geschichten, die die Zuschauer:innen bewegen, mit denen sie sich identifizieren können und in denen sie oft auch Halt finden. Dazu Wolfgang Bahro: "Ich finde es besonders wichtig, dass GZSZ dabei hilft, Vorurteile abzubauen. Homophobie, Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und Sexismus sind in unserer Gesellschaft Themen, die zu erheblichen Konflikten führen. Und hier kann unsere Serie einen großen Beitrag dazu leisten, diese Themen aufzugreifen und bei den Zuschauer:innen Vorurteile abzubauen. In der Vergangenheit hat GZSZ das immer wieder getan und auch das macht mich sehr stolz darauf, ein Teil dieser Serie zu sein."

Deshalb arbeiten die Macher:innen der Serie mit Expert:innen zusammen, um neben starken Emotionen auch Lösungsvorschläge anzubieten. Im Mittelpunkt steht immer das Ziel, dem Publikum das Gefühl zu vermitteln: GZSZ ist Tag für Tag an eurer Seite. In guten, wie in schlechten Zeiten. Und das jetzt schon seit 30 Jahren mit einer riesigen Community, die ihresgleichen sucht.

Von GZSZ können viele Zuschauer:innen einfach nicht genug bekommen, weshalb sich RTL ein besonderes Extra für die Fans überlegt hat. Zum Kosmos der Daily gehören längst mehrere Ableger, in der Fachsprache Spin-offs. Gerade erst Ende Januar gestartet ist "Leon – Glaub nicht alles, was du siehst" – mit Daniel Fehlow und dem Mega-Comeback von Susan Sideropoulos. Sehr erfolgreich sind auch "Sunny – Wer bist du wirklich?" mit Valentina Pahde und "Nihat – Alles auf Anfang" mit Timur Ülker in den Hauptrollen gelaufen. Zu sehen sind die drei Ableger auf RTL+.

Christiane Ghosh, Executive Producerin von GZSZ bei RTL, freut sich über den Mammut-Erfolg und gratuliert dem gesamten Team:

"GZSZ und deren Inhalte sind trotz der langen Laufzeit immer in Bewegung. Wir sind nie stehengeblieben, sondern haben uns stets neu erfunden. Diesen kreativen Prozess mit meinen Kolleg:innen der Produktionsfirma UFA Serial Drama gemeinsam zu gestalten, erfüllt mich mit großem Stolz und nun seit knapp drei Jahrzenten mit sehr viel Freude. Ich wünsche dem gesamten Team vor und hinter der Kamera, dass sie sich jetzt selbst etwas feiern können. Insbesondere nach den letzten zwei Jahren und Drehs unter erschwerten Corona-Bedingungen wurde Unfassbareres geleistet. Dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken: Auf die nächsten Jahrzehnte und vor allem auf Euch!"

Das GZSZ-Special zum Jubiläum ist eine Produktion der UFA Serial Drama für RTL und RTL+. Petra Kolle ist die Produzentin, Line Producerin ist Christina Vogel-Froehlich. Producerin ist Katrin Birkner. Autor:innen sind Karen Beyer und Berthold Eversmann. Regie führt Boris Keidies. Executive Producerin seitens RTL ist Christiane Ghosh. Redaktion: Susanne Philipp & Christina Pachutzki.

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